Noch präsentiert sich das Wetter meist sonnig und warm. Und da denken viele Autofahrer noch nicht an den Winter – doch sie sollten es tun. Denn bekanntlich kommt mit dem Herbst auch die große Reifenwechsel-Saison. Und wer sich frühzeitig einen Termin in der Werkstatt organisiert, der kann mit einem besseren Sicherheitsgefühl in den Herbst starten.
Viele Kärntner wechseln auch selbst die Reifen ihrer Fahrzeuge. Und dabei ist besonders der richtige Blick auf das Reifenprofil wichtig.
Profiltiefe kann über Sicherheit entscheiden
Laut Gesetz sind mindestens vier Millimeter Profiltiefe bei Winterreifen vorgeschrieben. Doch laut ÖAMTC sei diese Profiltiefe bereits ein wahres Sicherheitsrisiko. „Viele Autofahrer betrachten die vorgeschriebenen vier Millimeter Profil als Sicherheitsreserve. Tatsächlich zeigen unsere Ergebnisse, dass hier bereits die kritische Phase beginnt“, erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.


Daher sollten sich die Autofahrer bei der Profiltiefe von vier Millimetern schon um einen neuen Reifen kümmern, denn „bereits bei diesem Restprofil verlieren die Reifen im Vergleich zu einem neuen Modell im Schnitt bis zu 25 Prozent ihrer Leistung bei der Wasserverdrängung.“ Bei zwei Millimetern Restprofil sinkt der Leistungsverlust des Reifens sogar auf über 50 Prozent und wird damit zur echten Lebensgefahr.
Teure Reifen schützen nicht vor Aquaplaning
Viele Autofahrer denken, wenn sie mit einem Premiumreifen unterwegs sind, dass sie auch mit dem notwendigen Restprofil vor Unfällen geschützt sind – doch sie irren sich. „Selbst leistungsstarke Premiumreifen verlieren mit zunehmendem Verschleiß deutlich an Sicherheitsreserven. Daher bleibt die Profiltiefe der entscheidende Faktor für die Fahrsicherheit von Winterreifen“, erklärt Kerbl.
Und daher bleiben Reifen mit fehlender Profiltiefe nicht bei Schnee eine Gefahrenquelle, sondern „dass die größten Sicherheitsverluste in erster Linie nicht auf Schnee, sondern bei Regen, Pfützen und Schneematsch auftreten, überrascht viele Autofahrer. Dabei kommt eine nasse Fahrbahn in unseren Breiten viel häufiger vor als Schnee und Eis“. MT