Anzeige

22.09.2026

Krone Extra Kärnten

Ein Ersatzrüsthaus im Totentanzdepot

Zu wenig Platz hatte die Feuerwehr, daher wird um- und zugebaut. Das Siedeln in Ersatzquartiere war herausfordernd.

Den Um- und Zubau beim Rüsthaus in Metnitz hat das Wolfsberger Architekturbüro Scheiberlammer geplant. Visualisierung: Scheiberlammer Architekten

Nach Jahren der Vorbereitung, zahlreichen Besprechungen und intensiven Planungen wurde vom Gemeinderat der Marktgemeinde Metnitz der Um- und Zubau unseres Rüsthauses mit überwältigender Mehrheit beschlossen“, jubelte die Feuerwehr Metnitz Anfang September auf ihrer Facebookseite. 

1893 wurde die FF gegründet, 1968 zog sie in dieses Gebäude Foto: FF Metnitz
1893 wurde die FF gegründet, 1968 zog sie in dieses Gebäude Foto: FF Metnitz

„Im Rüsthaus, das 1968 erbaut wurde, haben wir einfach keinen Platz mehr“, so Kommandant Hannes Ebner. „Wir haben einige Tricks anwenden müssen: Für das Tanklöschfahrzeug haben wir eigene Reifen, damit es niedriger ist und überhaupt hineinpasst. Die Spiegel haben wir kürzen müssen. Und die Fahrzeuge sind in Zukunft noch einige Zentimeter größer. Der Kühlwagen, den wir im Falle eines Blackouts brauchen, aber auch so schon eingesetzt haben, hat nie Platz im Rüsthaus gehabt. Künftig haben wir alles in einem Gebäude.“ Zudem war im alten Rüsthaus der Kanal immer wieder verstopft und es war insgesamt schon abgewohnt. 

Bevor Bauarbeiter anrücken, musste das alte Rüsthaus entkernt werden. „Da packt die Feuerwehr selbst an, reißt innen weg, was weggehört. Das ist großartig, das spart viel Geld“, zeigt sich Bürgermeister Peter Grabner dankbar. 

„Im Depot nahe dem Friedhof, wo für gewöhnlich die Totentanztribüne lagert, konnten wir unsere Einsatzkleidung, die wichtigen Gerätschaften und drei von vier Fahrzeugen unterbringen. Ein Mannschaftsbus und ein Anhänger stehen im Bauhof der Gemeinde“, erklärt Ebner. „Für einen Einsatz haben wir alles Notwendige schnell verfügbar.“ 

Um- und Zubau, thermische Sanierung, Arbeiten an Fassade, Fenstern, Dach dürften sich auf 1,66 Mio. Euro belaufen, die vom Land, Leader sowie von der Gemeinde und aus einem Kredit stammen. Ch. N. Kogler