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01.04.2026

Krone Extra - April 2026

Heimkehr des Weibsteufels

FRIESACH: Rückkehr des Stückes in die Burgenstadt, in der der Autor lebte.

Helmut Wachernig, Carina Ruppitsch und Philipp Bürger   Foto: KulturMarktLücke

In Bayern konnte die katholische Kirche 1918 die Absetzung des Stückes erreichen, heute gehört es zu den meistgespielten Werken: "Der Weibsteufel“ erzählt von einem Ehepaar, das in einer grenznahen Hütte vom Schmuggeln lebt, sich ein Haus im Tal und vergeblich ein Kind wünscht. Der Mann will, dass seine Frau den neuen Grenzjäger ablenkt - aus der taktisch eingesetzten Erotik werden aber Gefühle, alles gerät außer Kontrolle. 

1914 hat Karl Schönherr die Dreiecksgeschichte geschrieben, die zu seinem erfolgreichsten Werk werden sollte. Dabei hatte der Tiroler Germanistik studiert, in Medizin promoviert und 1890 und 1891 in der Apotheke am Hauptplatz von Friesach ein Praktikum absolviert. Eine Tafel erinnert am Haus, eine nach ihm benannte Straße in der Stadt an den Arzt, der später in Wien eine Ordination hatte. 

Das Stück über die drei Namenlosen hat die KulturMarktLücke im Vorjahr in der Inszenierung von Herbert Marktl im Pflegerhauskeller von Hochosterwitz gespielt. Es wurde ausgewählt, um am Palmsonntag am Theaterfestival in Gmünd gezeigt zu werden. "Um das Stück in die Stadt, in der der Autor eine Zeit lang lebte, zurückzubringen, spielen wir es zweimal in Friesach", so Helmut Wachernig, der das "blutleere Mandl" verkörpert. Zu sehen am 24. und 25. April (jeweils 19.30 Uhr) im Stadtsaal. Karten: Ö-Ticket.



Ch. N. Kogler