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29.08.2026

Herbst erleben

Als Ranger auf Tour durch den Nationalpark

Entlang zahlreicher Rundwege kann man die burgenländische Wildnis auf eigene Faust entdecken. Doch auch geführte Touren laden zum Entdecken des Naturjuwels rund um den Neusiedler See.

Foto: Burgenland Tourismus/wearegiving

Denkt man an die Nationalparks in Österreich, fallen den meisten wohl schneebedeckte Gipfel, Gebirge und ursprüngliche Auen ein. Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel ist anders, und gerade das macht ihn einzigartig in Österreich. Hier findet man weite, offene Flächen, eine artenreiche Pflanzenwelt und seltene Tiere. Nur eine Autostunde von Wien entfernt eröffnet sich im Burgenland eine exotische Steppenlandschaft mitten in Europa.

Ein Park der Vielfalt: Zauberhafte Wildnis im Osten Österreichs

Während man in Tirol und der Steiermark die Alpen erkundet, geht man im Burgenland auf Safari. Hier zeigt sich die Natur in Österreich von einer besonderen Seite. Der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel ist schon aufgrund seiner Größe beeindruckend: 10.000 Hektar umfasst die Gesamtfläche. Die Hälfte davon ist eine Naturzone, die unter besonderem Schutz steht. Denn Naturschutz zählt zu den zentralen Aufgaben der Nationalparks in Österreich.

Wichtige Mitarbeiter im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel sind dafür seltene Haustierrassen wie die Przewalski-Pferde, die Barockeseln oder die imposanten Graurinder. Sie tragen zum Erhalt der Landschaften innerhalb des Parks bei - eine wichtige Aufgabe bei der Größe des Areals. Rund 350 verschiedene Vogelarten wurden in der Region des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel bisher gezählt. Deswegen wird man auf den abwechslungsreichen Rundwegen durch den Park fast durchgehend von einem mehrstimmigen Konzert begleitet. So kann man voll und ganz in die Natur im Burgenland eintauchen. Beim selbstständigen Erkunden des Nationalparks können Interessierte aus verschiedenen Routen wählen. Jede hat ihre eigenen Besonderheiten.

Der acht Kilometer lange Rundweg am Illmitzer Zicksee beispielsweise führt an Salzlacken, Trockenrasen und Hutweideflächen vorbei. Aus der Tierwelt begegnen einem hier bis zu 15 verschiedene Enten- und 30 Watvogelarten. Die zweite Tour ist fünf Kilometer lang und führt über die drei Stinkerseen, die Hölle bei Illmitz und die Lettengrube. Die 8,8 Kilometer lange dritte Route führt am sandigen Seedamm und dem Albersee vorbei zur Przewalski-Koppel, wo sich mit etwas Glück die seltenen Wildpferde zeigen. Die vierte Tour führt zum Schutzgebiet der Langen Lacke, Tour fünf zum Illmitzer Seewäldchen, wo besonders viele Vögel nisten, und Tour sechs zum Aussichtspunkt im Sandeck, wo sich die Barockesel auf ihrer Weide zeigen.