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14.11.2021

Handwerk

Mehr Mädchen in die Technik

Dass Frauen weniger in technischen Berufen zu finden sind, ist den anerzogenen Rollenbildern geschuldet. Dabei können Frauen heute problemlos jeden traditionellen Männerberuf lernen. 

Foto: WKNÖ/Michaela Habinger

Ab in den Technik-Himmel!“ - so lautete das Motto des diesjährigen Unternehmerinnenforums von „Frau in der Wirtschaft in NÖ“. Fazit: Es liegt nicht am Können, sondern am Zutrauen, dass Frauen in technischen Berufen noch immer unterrepräsentiert sind. „Wir müssen aufzeigen, wie viele technische Berufe es gibt und die Mädchen stärker dazu motivieren, in diesen Berufen Fuß zu fassen“, erklärt Vera Sares, Vorsitzende von „Frau in der Wirtschaft in NÖ“.

Noch immer sind Einzelhandels- und Bürokauffrau, Frisörin und Köchin die häufigsten Lehrberufe von Mädchen. Bei den Burschen dominieren seit Jahren Metallberufe, Elektriker, KFZ-Techniker und Installateure. Ein Mitgrund dafür mag sein, dass an den Schulen bis zum Schuljahr 2011/12 Mädchen traditionell im textilen Werken, die Buben im technischen Werken unterrichtet wurden.

Mehr Mädchen in die Technik-2

Mädchen stehen auch alle technischen Berufe offen - man muss sie nur lassen. Foto: Reinhard Wilhelm

Nach einer Reform haben Mädchen und Buben seit 2012/13 sowohl technisches als auch textiles Werken. Erfahrungen zeigen, dass die Mädchen den Buben im technischen Verständnis um nichts nachstehen. Im Gegenteil, Mädchen arbeiten besonders genau und sorgfältig und knien sich in ihre Arbeiten so richtig hinein.

Unter dem Motto „G’lernt is g’lernt“ holt nun die „Frau in der Wirtschaft“ jene Frauen vor den Vorhang, die ihre Karriere mit einer Lehrausbildung gestartet haben und jetzt erfolgreich ein Unternehmen in einer technischen Branche führen.