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17.06.2026

Das Land der 1000 Seen

Wie Klagenfurt wieder sauberes Trinkwasser aus der Erde pumpt

Stadtwerke sind der größte Wasser-Versorger Kärntens. Diese Lehren hat man aus Krisenjahr 2024 gezogen.

Die Regeln sind streng. Klagenfurts Stadtwerke beliefern 18.600 Kundenanlagen mit hochwertigem Trinkwasser. Foto: Evelyn Hronek

Wegen der TrinkwasserVerunreinigung mussten im Herbst 2024 viele Klagenfurter wochenlang das Wasser aufkochen. Nur ein Achtelliter der 26 Millionen Liter Trinkwasser der Stadt war verschmutzt. Vermutlich ist verunreinigtes Wasser aus privaten Anlagen im Westen Klagenfurts ins öffentliche Leitungsnetz geflossen. Das ist behoben.

Die Stadtwerke sind Kärntens größter Wasser-Versorger. Pro Jahr fließen rund neun Millionen Kubikmeter Wasser aus den Quellen, die Klagenfurt versorgen. Über ein 600 Kilometer langes Hauptleitungsnetz mit über 300 km Anschlussleitungen liefern die Stadtwerke qualitativ hochwertiges Trinkwasser an 18.600 Kundenanlagen. 

„60 Mitarbeiter sind im Segment Wasser im Einsatz. Alle 1600 Hydranten sind digitalisiert, sodass auf unerlaubte Entnahmen sofort reagiert werden kann“, sagt Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole. Die Kontrollen unzulässiger Anschlüsse von privaten Brunnen werden verstärkt durchgeführt. 

15 Jahre lang haben die Stadtwerke keine Preiserhöhung durchgeführt. „Heute kostet ein Liter bestes Trinkwasser 0,34 Cent“, sagt Smole. Jährlich werden 400 Wasserproben an 34 ausgewählten Punkten bakteriologisch und chemisch analysiert. Auch ein Schnelltest-Analysegerät ist im Einsatz. „Die Investitionen in das Leitungsnetz haben sich im Vorjahr gegenüber 2022 mehr als verdoppelt“, sagt Smole. Christian Tragner