Ohne das Ehrenamt wäre Kärnten nicht, wo es heute ist - denn sowohl beim Roten Kreuz, als auch bei der Feuerwehr halten sie das Boot über Wasser. Nicht nur sprichwörtlich, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, tun das auch Dutzende Wasserretter an den heimischen Seen und Flüssen.
Den Weg dahin kann übrigens fast jeder schaffen. Im Sommer bieten die meisten Einsatzstellen der Österreichischen Wasserrettung (ÖWR) Kurse an. In St. Andrä startet dieser etwa am 26. Juni und dauert bis zum 28. Juni. Ein zweiter Kurs findet zwischen dem 3. und 5. Juli statt. Jeweils Freitag bis Sonntag werden am St. Andräer See die Gefahren des Wassers und die Abläufe des Rettungsschwimmens erläutert. Neben dem Schwimmen, Streckentauchen und Suchtechniken wird auch Erste Hilfe gelehrt. Im Zentrum der Ausbildung steht das Retten von Personen aus dem Wasser.
Am Klopeiner See finden die Ausbildungen zwischen dem 12. und 24. Juli im Strandbad Camping Nord statt. Los geht es um 18 Uhr, die Anmeldung erfolgt vor Ort. Für den Kurs in St. Andrä können sich Interessierte unter www.oewr-kaernten.at/cms/standrae/anmelden . Auf Nachfrage wird bei beiden Einsatzstellen auch "Fahrtenschwimmer“, der ein Abzeichen, das als Nachweis für das Polizei-Aufnahmeverfahren gebraucht wird, abgenommen. Am St. Andräer See gibt es auch klassische Schwimmkurse sowie eine eigene Kinder- und Jugendgruppe.



Die einzige Voraussetzung für alle ÖWR-Kurse ist, dass man schwimmen kann und am besten auch etwas Kondition hat. Ab dem vollendeten 13. Lebensjahr darf der Helferschein gemacht werden, ab dem vollendeten 16. Lebensjahr der Retterschein.
Alle, die sich danach weiterbilden wollen, können in unterschiedlichen Modulen, etwa Schnorchel- und Knotenkunde, bis zur ÖWR-Einsatzkraft weitermachen. Dann stehen weitere Spezialisierungen in Richtung Nautik, Tauchen oder Fließwasserrettung an.
Elisabeth Nachbar