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17.06.2026

Das Land der 1000 Seen

"Trockenheit so noch nie erlebt"

Spittal: Kein Futter, leere Flüsse – Kärntner Almauftrieb verzögert sich.

Der Lieser-Fluss im Pöllatal führt weniger Wasser als sonst

Mit extremen Herausforderungen hat die Kärntner Landwirtschaft zu kämpfen. Nicht nur die massiven Ernteausfälle beschäftigen die heimischen Bauern, auch der heurige Almsommer bereitet Bauchschmerzen. "Denn die Almen haben nicht nur wenig Futter, teilweise sind auch die Bäche vertrocknet", gibt Josef Obweger, der Obmann des Kärntner Almwirtschaftsvereins, zu bedenken. "Ohne Wasser können wir einen Almauftrieb vergessen; die Tiere verdursten", so Obweger, der sich an eine solche Trockenperiode im Mai und Anfang Juni nicht erinnern kann. 

Einige Landwirte haben ihre Rinder, Schafe und Ziegen bereits auf die Almen getrieben. "Auf Almen, die schattseitig liegen, ist es zum Glück schon grün. Jene, die der Sonne ausgesetzt sind, sind braun und ausgedörrt", erklärt der Obmann.

Doch auch im Tal sieht es mit der Futterversorgung nicht viel besser aus. "Es geben ja auch die Weiden nicht viel Futter her. Der Regen der vergangenen Tage bringt jedoch Hoffnung."

Ausfallen wird der Auftrieb nicht, aber verzögert stattfinden. "Weil die Vegetation wegen der Erderwärmung immer früher beginnt, wird empfohlen, das Vieh früher auf die Alm zu treiben, doch das ist wegen der Trockenheit heuer unmöglich." Für gewöhnlich ist die Hauptauftriebszeit Anfang Juni.


Elisa Aschbacher