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17.06.2026

Das Land der 1000 Seen

Gesegnete Wasserquellen

Bei Augenleiden und anderen Beschwerden, für Vitalität und Rituale

Frisches Bergwasser wie hier in Kaning bei Radenthein ist lebensnotwendig: Nur drei Tage könnte man ohne Wasser überleben. Foto: Evelyn Hronek

Wo Quellen entspringen, haben Menschen in jeder Epoche Kultorte errichtet, ist Wasser doch lebensnotwendig.

Vielen Wassern wird sogar Heilkraft bei Augenleiden zugeschrieben, was unter anderem mit den Rauchküchen zusammenhängt: Rauch und Ruß belasteten die Augen, Reinigung mit klarem Wasser war eine Wohltat. Weil Wasser oft verunreinigt war und Durchfall sowie andere Krankheiten auslösen konnte, war das reine Wasser aus einem Bergquell umso wertvoller und wurde oft als heiliges Wasser angesehen. Heute noch pilgern viele mit Flaschen und Kanistern zu besonderen Quellen, um Trinkwasser zu holen; beispielsweise von der Rosaliengrotte am Hemmaberg bei Globasnitz.

Unter der Kathrein-Kirche in Bad Kleinkirchheim wird ebenfalls eine Quelle gefasst: Schon 1437 war ein Bad bekannt, das vom Thermalwasser gespeist wurde. Wenn der Schnee schmilzt, fließt das Mai-Bachl, das vor allem in der kühlen Zeit nach Villach-Warmbad lockt. Das Thermalwasser tritt mit etwa 29 Grad aus dem Boden, ist reich an Calcium, Magnesium und Hydrogencarbonat. Empfohlen wird es daher bei Abnutzungen an Gelenken, bei Durchblutungs- und Kreislaufstörungen und gegen Stress. Rituale wie die Taufe setzen auf die Symbolkraft des Wassers: Erneuerung und Leben. Christina N. Kogler