Wasserhahn aufdrehen und schon kommt das Trinkwasser aus der Leitung. Hinter dieser Selbstverständlichkeit steckt jedoch ein ausgeklügeltes System. Denn besonders im Oberen Lavanttal sind die Quellen von dem Halbmetall Arsen belastet. Es kommt durch natürliche Gesteinsauswaschungen in das Grundwasser. Jedoch ist das farb- und geruchlose Element bei erhöhter Konzentration giftig. Durch regelmäßiges Testen wird es im Quellwasser nachgewiesen. In Österreich gelten verschiedene Grenzwerte.
Und um den Bürgern auch in Zukunft sauberes Trinkwasser liefern zu können, investierten die Wolfsberger Stadtwerke in eine neue Filteranlage. Die modernere Anlage soll besonders die arsenbelasteten Quellwässer reinigen. „Arox ist ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der Wolfsberger Trinkwasserversorgung in den nächsten Jahrzehnten. Dieses Projekt ist das Ergebnis einer starken Zusammenarbeit und einer stabilen wirtschaftlichen Basis der Stadtwerke“, so Christian Schimik, Geschäftsführer der Wolfsberger Stadtwerke.
Investition von drei Millionen Euro in Anlage
Die neue Anlage kann in der ersten Ausbaustufe bis zu 20 Liter Wasser pro Sekunde aufbereiten. In einer zweiten Stufe sind es bis zu 30 Liter.
Sie befindet sich in der Ortschaft Leiwald und ist laut den Stadtwerken die größte Arsenentfernungsanlage Mitteleuropas.
„Die Anlage ist nur ein Teil der Investitionen in die Wasserversorgung“, heißt es von den Stadtwerken. Mit der Fertigstellung der Koralmleitung sollen in Zukunft auch weitere Quellen auf der Koralpe erschlossen werden.

Ganz Spezielles „Wossa“
Von einer naturbelassenen Marmorquelle, die sich in Vorderthaißenegg in der Gemeinde Wolfsberg befindet, wird das „Wossa“ abgefüllt. Denn das „,Wossa“ hat im Vergleich zu anderen einen sehr niedrigen Mineralstoffgehalt und überzeugt in einer edlen Glasflasche mit weichem und jungem Geschmack. Das „Wossa“ wird oft zu delikatem Essen serviert.

Preblau Quellen im unteren Lavanttal
Insgesamt aus zwei Quellen am Fuße der Saualpe auf 800 m Seehöhe sprudelt das kristallklare Wasser aus dem Boden. Bekannt ist es unter dem Namen „Preblauer“. Die Paracelsus-Quelle und die Auen-Quelle wurden im Jahr 1960 von der Kärntner Landesregierung zur Heilquelle ernannt. Das Wasser enthält wertvolle Spurenelemente und Mineralstoffe.
Elena Überbacher