Unser Gesundheitssystem krankt an allen Ecken und Enden, und dem größten Sozialversicherungsträger Österreichs geht das Geld aus, um die Budgetlöcher zu stopfen. Seit Monaten wird in den Medien über das Millionendefizit der ÖGK, Kostenexplosion, Ärzte-Streiks, Vorwürfe um Luxus-Ausgaben von Krankenkassen-Chefs, Personalnot, Leistungskürzungen und Patienten, welche monatelang auf MRT-Termine warten, berichtet. Zu Jahresbeginn wurde der Beitrag für Pensionisten erhöht. Nur wenige Monate später wird den rund sieben Millionen Versicherten durch eine heimliche Änderung der ÖGK-Satzung still und leise in die Taschen gegriffen. Vor allem Familien und Ältere treffen die Leistungskürzungen und die Erhöhung von Selbstbehalten, die teilweise sogar schon seit März in Kraft sind. Die einst versprochene „Patienten-Milliarde“ hat sich in Luft aufgelöst. Zur Abzocke der Versicherten darf daran erinnert werden, dass in der ÖGK seit der Fusion unter der letzten schwarz-blauen Regierung hauptsächlich ÖVP und FPÖ sowie die Wirtschaftskammer das Sagen haben. Höhere Beiträge für weniger Leistung. Man könnte sagen, die Patienten-Milliarde von Kurz im umgekehrten Sinn. Von den vor fünf Jahren durch die Fusion von 21 auf fünf Krankenkassen versprochenen Einsparungen gibt es keine Informationen. Um die Lage zu stabilisieren, setzt die ÖGK nach eigenen Angaben auf einen „Kostenkonsolidierungspfad“. Was wurde in den letzten fünf Jahren „konsolidiert“? Eine ausufernde Bürokratie und der permanente Konflikt zwischen ÖGK und der Ärztekammer lähmt dringend notwendige Veränderungen. Obwohl die medizinische Versorgung in Österreich im europäischen Spitzenfeld liegt, besteht dringender Handlungsbedarf. Unsere medizinische Versorgung steht auf der Kippe! ÖGK, Ärztekammer und Politik sind gefordert, rasch Lösungen zu finden!
Mag. Hans Rankl, St. Pölten
Erschienen am So, 22.3.2026
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