Im Wirtschaftsteil der „Krone“ vom Mittwoch wird die sogenannte Energielücke in Österreich deutlich gemacht. Wenn wir in Österreich 21% kalorische und weitere 21% importierte Energie in den Wintermonaten benötigen, dann bedeutet das, dass unser Land im Winter zu 42% von kalorischer oder importierter Energie abhängig ist. Ich glaube, wir diskutieren nun bereits seit über zehn Jahren über die Möglichkeit der Eigenversorgung mit neu zu erschließenden österreichischen Gasvorkommen. Geschehen ist jedoch die letzten zehn Jahre nichts. Wir hätten für die nächsten 20 Jahre ausreichende Gasvorkommen, die man in der Zeit der Energietransformation verwenden könnte, aber die verschiedenen Regierungskonstellationen sind leider nicht in der Lage, dieses Potenzial auszuschöpfen. Immer ist einer dagegen. Hätten wir vor zehn Jahren diese neuen Gasförderungen begonnen, dann könnte man heute mit einem gewissen Lächeln dem ganzen Wahnsinn an der Energiebörse zusehen, da es uns ja nicht direkt betreffen würde, da wir ja Selbstversorger wären. Und wenn wir dann schlussendlich 20 Jahre eigenes Gas verwendet haben, sollten eigentlich die technischen Voraussetzungen einer alternativen Energie-Gewinnung und -Speicherung (z. B. Wasserspeicherkraftwerke in unseren Bergen, große Batteriespeicher etc.) vorhanden sein. Aber auch da wird man wieder endlos lange diskutieren, bevor etwas Vernünftiges geschieht. Schade; im Prinzip haben wir mit unseren österreichischen Gegebenheiten unser Geschick selbst in der Hand, sind aber einfach zu träge, um ein solches Konzept zu verwirklichen.
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