Im Sinne der „Lehrplanentrümpelung“ soll als tote Sprache Latein reduziert werden und teilweise durch „modernere“ Fächer wie KI ersetzt werden. Der von einigen Seiten merkwürdigerweise gelobte Schritt ist letztlich unsinnig. Erstens ist Latein ein konstruktiver Beitrag zur ohnehin immer mehr vernachlässigten Allgemeinbildung und fördert zweitens logisches Denken. Drittens ist Latein die Grundlage aller romanischen Sprachen, erleichtert deren Erlernen und ist die Basis von Englisch, und auch im Deutschen gibt es viele Lehnwörter. Viertens ist Latein nicht nur die Sprache der Medizin, der Juristen und der Theologen, sondern auch jene anderer Wissenschaften. Und fünftens sollten sich Schüler einmal mit der analogen Welt beschäftigen, bevor man die digitale Seite forciert.
Mag. Martin Behrens, Wien
Erschienen am Sa, 7.2.2026
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