Gerade in einer sicherheitspolitisch fragiler werdenden Umgebung braucht Österreich gut ausgebildete, einsatzfähige Soldaten. Acht Monate Grundwehrdienst plus verpflichtende Milizübungen stellen die einzig realistische und verantwortungsvolle Variante dar. Moderne Streitkräfte, insbesondere in technisch anspruchsvollen Waffengattungen wie Flieger- bzw. Drohnenabwehr, erfordern eine fundierte Ausbildung, Zeit zur Vertiefung sowie regelmäßiges Training. Wer komplexe Systeme bedienen, führen und im Ernstfall unter Stress sicher einsetzen soll, kann dies nicht in wenigen Monaten erlernen und dann jahrelang „auf Abruf“ bleiben. Eine funktionierende Armee gleicht einem Orchester: Jedes Instrument bzw. Waffengattung ist wichtig, doch erst Zusammenspiel, Übung und gemeinsames Verständnis führen zum Erfolg. Das Zusammenspiel entsteht nicht durch kurze Ausbildungsphasen oder zersplitterte Modelle, sondern durch Üben, Üben und nochmals Üben – genau das bietet ein längerer Grundwehrdienst mit verbindlichen Milizübungen. Die bevorzugte Variante der Wehrdienstkommission trägt diesem Umstand Rechnung. Sie stärkt nicht nur die militärische Einsatzbereitschaft, sondern auch die Wehrfähigkeit der Gesellschaft insgesamt. Wer Landesverteidigung ernst nimmt, muss bereit sein, in Ausbildung, Zeit und Qualität zu investieren. Alles andere wäre sicherheitspolitische Symbolik ohne Substanz.
Mag. (FH) Christian Deutinger, Kematen an der Krems
Erschienen am Do, 22.1.2026
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