Das freie Wort

Wahlkampfthema Migration

Es ist schon bemerkenswert, dass ein Thema alle Wahlkämpfe dominiert. Im Kampf gegen die Migration sind sich alle Parteien einig: möglichst keine Zuwanderung und Minimierung der Sozialleistungen für Asylwerber gegen null. Ob Europa- oder Nationalratswahl, stets steht dieses durchaus brisante Thema an erster Stelle. Parteien, die nun am lautesten einen totalen Zuwanderungsstopp fordern, Sozialleistungen kürzen wollen und für Abschiebung im großen Stil eintreten, waren in den letzten Jahren in Regierungsverantwortung. Sowohl in Europa als auch bei uns wurden weder Maßnahmen gesetzt, um eine Nullzuwanderung zu bewirken, noch die Integration von Asylberechtigten unterstützt. Über viele Jahre wird das Thema Migration am Köcheln gehalten, Konzepte und Lösungen werden plakativ angekündigt, umgesetzt werden beabsichtigte Maßnahmen kaum. Zu lohnend das Thema Zuwanderung, um damit in Wahlkämpfen Stimmung zu machen. Dieses eine Thema genügt, um alle sonstigen Herausforderungen und Probleme des Landes als unwichtig erscheinen zu lassen. Die Parteien haben es geschafft, das Thema Migration zum Wettbewerb der Fremdenfeindlichkeit zu stilisieren, selbst staatstragende Parteien wollen da nicht unbeteiligt sein. Die wirkliche Absicht ist erkennbar: Feindbilder schaffen, Lösungen plakativ anbieten, in Verantwortung stehend wenig konkrete Maßnahmen ergreifen und mit diesem Thema alle sonstigen Fragen zur künftigen Gesellschaftsgestaltung unwichtig erscheinen lassen.

Franz Peer, Linz

Erschienen am Di, 18.6.2024

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
1.1.2026Datum auswählen
Gute Vorsätze für die Regierung zum Jahreswechsel
Wir brauchen Ärzte und Pflegepersonal und keine Ärztekammer, die großteils zum Selbstzweck besteht. Wir brauchen Bauern und keine ...
Stephan Pestitschek
Hurra Neujahr!
Alles wird besser und vieles teurer, dennoch gehen wir voller Elan ans Werk, was hilft es, Trübsal zu blasen und uns das Leben selbst zu vermiesen. ...
Wolfgang Ertl
Statistik zum Jahreswechsel
Zum Jahreswechsel 2023/24 wurde medienwirksam der achtmilliardste Erdenbürger begrüßt. Die Bevölkerung steigt seither nach wie vor rasant an. Allein ...
Mag. Anton Bürger
Die Politik ist schuld!
Die österreichische Geburtenrate von 1,3 Kindern pro Frau ist natürlich für die Zukunft unseres Landes alles andere als positiv. Selbstverständlich ...
Ing. Anton Kern
Neujahrswunsch
Wünsche dir ein gutes neues Jahr, mit Neuigkeiten und Erfolg – ganz klar! Gesundheit und Glück seien dir beschieden, uns allen erhalten bleibe der ...
Karl Brunner
Schüler in New York können Uhr nicht lesen
Was sagt die Uhr, wann ist Pause? Wann kriegen wir die gute Jause? Leider kenn’ ich die Zeiger nicht, richtig Uhrenlesen wär’ die Pflicht! Digital, ...
Johanna Sibera
Uhren – analog versus digital
Besser kann das Bild nicht sein. In New York sind Handys an den Schulen verboten. Die Kinder haben keine Möglichkeit mehr, die digitale Uhrzeit zu ...
Ingrid Ederer
Wunsch für 2026
Ich wünsche mir für 2026 mehr Patriotismus für Österreich und für Europa! Stärkt mit Einkäufen Österreich und Europa, nicht China! Teilweise wird nur ...
Michael Heine
Mehr Miteinander statt Gegeneinander!
In einer turbulent gewordenen Welt ist es wichtig, manchmal auch einfach kurz innezuhalten. Weihnachten und der Jahreswechsel sind jedes Jahr eine ...
Ingo Fischer
Aber nicht um unser Geld!
Ja, es ist gut und richtig, wenn die „Krone“ immer wieder den „Kasperl der Woche“ vergibt. Es zeigt die unglaublichen „Fehltritte“ der Politiker ...
Gerhard Forgatsch

Voriger Tag
1.1.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt