Mit wachsendem Entsetzen verfolge ich die jüngsten Aussagen Donald Trumps zu Grönland. Wer heute noch versucht, diese Äußerungen als Missverständnis oder gedankliche Provokation abzutun, verkennt die Tragweite dessen, was hier offen ausgesprochen wird. Wenn ein Präsident der Vereinigten Staaten darüber spricht, ein fremdes Territorium notfalls mit militärischer Gewalt „einzunehmen“, dann ist das kein lockerer Spruch mehr – es ist blanker Machtmissbrauch. Grönland ist kein Immobilienobjekt, kein Pokal und kein Spielstein auf einem geopolitischen Monopoly-Brett. Grönland gehört zu Dänemark, einem souveränen Staat und NATO-Partner. Ein militärischer Zugriff wäre ein klarer Bruch des Völkerrechts und ein Angriff auf das Fundament internationaler Ordnung. Besonders gefährlich ist die Signalwirkung solcher Aussagen. Während Millionen Menschen weltweit auf Frieden, Stabilität und Sicherheit hoffen, liefert Trump autoritären Regimen genau das Argument, das sie brauchen: Wenn der Westen selbst mit Gewaltfantasien spielt, warum sollten sich dann andere an Regeln halten? Das ist keine Stärke und keine Führung – das ist ein verantwortungsloser Ego-Trip mit globalem Risiko. Dass ausgerechnet jemand mit solchen Drohkulissen ernsthaft als Friedensstifter wahrgenommen werden möchte, ist schwer zu begreifen. Geschichte lehrt uns, wie schnell Worte zu Taten werden, wenn sie lange genug verharmlost werden. Grenzen, die wieder mit Gewalt infrage gestellt werden, führen nicht zu Sicherheit, sondern zu Leid – und am Ende zahlen immer die Falschen den Preis. Für mich geht es dabei nicht um Ideologien oder Machtpolitik, sondern um etwas sehr Konkretes: um die Sicherheit unserer Familien, um ein Leben ohne Angst, ohne Krieg, ohne permanente Eskalation. Frieden entsteht nicht durch Drohungen, Bündnisse überleben keine Erpressung und Demokratien zerfallen nicht über Nacht – sie werden Schritt für Schritt ausgehöhlt. Dass wir im Jahr 2026 überhaupt darüber diskutieren müssen, dass ein westlicher Politiker offen mit Angriffskriegen kokettiert, ist ein Armutszeugnis für unsere politische Kultur. Wer das weiterhin verharmlost, trägt Verantwortung für die Folgen. Kein Platz für Machtfantasien. Kein Platz für Drohungen. Ja zu Vernunft, ja zum Völkerrecht – und ja zum Frieden.
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