Das freie Wort

Auf dem Rücken von Tausenden Patienten

Ja Sie lesen richtig. Die dubiose, überfallsartige Schließung des AUVA-Krankenhauses in Wien wird auf dem Rücken Tausender Patienten (man spricht von 65.000) ausgetragen. Wie viele Operationen verschoben werden müssen, wie viele Nachuntersuchungen dort nicht mehr stattfinden können, wie viele das u. U. nicht überleben werden, wie viel Hoffnung einzelnen Personen dadurch genommen wird – sich das auszumalen bleibt jedem Einzelnen selbst überlassen. Die strukturierte Schließung geschieht, wie berichtet wird, in Absprache mit anderen Krankenhäusern. Die aber wissen nichts davon. Geht’s noch? Wenn man seit Jahren weiß, dass offensichtlich feuerpolizeiliche Mängel zu beheben sind, warum hat man es nicht schon längst Hand in Hand in Abstimmung mit dem laufenden Klinikbetrieb getan? Sanierung, Modernisierung, Ausbesserungsarbeiten geschehen doch in jedem Krankenhaus. Warum hat man Menschen dieser möglichen Gefahr ausgesetzt? Fragwürdig? Fahrlässig? Dumm? Gedankenlos? Kommunikativer Super-GAU, schulisches Negativ-Vorzeigebeispiel der Marke Ostblock, die menschenverachtende Handlungsweise, diese infernale Masche, man kann es nicht glauben, dass sich das in Österreich abspielt. Eigentlich müssten sich alle Regierungsmitglieder, Nationalratsabgeordneten, Bundesräte, der Wiener Bürgermeister etc. jetzt vor den Eingang des AUVA-Krankenhauses kleben, um die Schließung zu verhindern. Aber man hört von dieser Seite sehr wenig. Ebenfalls zum Nachdenken. Freie Meinungsäußerung in einem freien Österreich? Warum wagen es dann Bedienstete nur, sich öffentlich zu äußern, wenn sie dementsprechend unscharf dargestellt werden? War das nicht schon mal da? An die Manager, an die Verantwortlichen dieses Desasters – können Sie sich noch in den Spiegel schauen? Ich glaube, nicht ohne zu erschrecken. Wie heißt es in der Bundeshymne „Heimat bist du großer Söhne, Töchter“. In der Etage der Verantwortlichen sind sie offensichtlich nicht zu finden. Zum Schämen, diese menschenverachtende Vorgangsweise. Leider auf Kosten ungezählter Patienten, aber auch des gesamten Krankenhauspersonals.

Renate Ratzenböck, Uttendorf

Erschienen am Do, 7.3.2024

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