Allergische Rhinitis

Schnupfen: Es muss nicht immer eine Erkältung sein

Gesund
28.12.2025 06:00

Hinter Niesreiz, rinnender und verstopfter Nase steckt mitunter eine allergische Rhinitis. Diese, umgangssprachlich auch Heuschnupfen genannt, ist eine der häufigsten atopischen Erkrankungen (Allergie). Je nach Symptomen kann sie die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Die allergische Rhinitis entsteht aufgrund einer Überempfindlichkeit des Immunsystems gegen harmlose Umweltstoffe (Gräser-, Baumpollen, Milben, Tierhaare). Sie erhöht nicht nur das Risiko für Asthma, sondern verringert auch die Lebensqualität. Schwere Symptome beeinträchtigen Schlaf, kognitive Leistungsfähigkeit sowie Arbeitsproduktivität der Betroffenen, wie OA Dr. Martin Bruch, Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Barmherzige Schwestern Linz, im Fachmagazin „Ärzte Krone“ erklärt. 

Erkrankung verläuft in verschiedenen Phasen
Bei genetischer Veranlagung führt der Erstkontakt mit den Allergenen zur Bildung spezifischer Antikörper, die sich an Mastzellen (Art von Immunzellen) der Nasenschleimhaut binden. Bei einem erneuten Treffen mit den „Feinden“ werden eine Vielzahl von Botenstoffen (z.B. Histamin) ausgeschüttet, die eine Entzündungsreaktion einleiten.

Wenige Minuten nach dem Kontakt kommt es zu Niesreiz, die Nase beginnt zu rinnen, jucken und „verstopfen“. Vier bis acht Stunden später sammeln sich vermehrt spezielle weiße Blutkörperchen im Gewebe an, was zu übermäßiger Reaktion der Schleimhäute und länger anhaltender Entzündung führt. Begleitend treten häufig Symptome einer Bindehautentzündung wie Juckreiz, Tränenfluss und Rötung der Augen auf, wie Dr. Bruch weiter ausführt. 

Von der Akut- zur Immuntherapie
Die Behandlung richtet sich nach Dauer und Schwere der Symptome und sollte möglichst früh erfolgen. Zur Linderung akuter Beschwerden finden Antihistaminika als Tabletten oder Nasensprays Verwendung, mitunter auch entzündungshemmende (Glukokortikosteroide) und abschwellende Mittel.

Dr. Bruch: „Die zweite große Säule der Therapie ist die allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung).“ Diese greift in den Immunmechanismus ein, kann subkutan (SCIT) als Spritze unter die Haut oder sublingual (SLIT) mittels Tropfen oder Tabletten, die unter der Zunge zergehen, jeweils über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren verabreicht werden.

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