Die ablehnende Aufregung über den Nackttanz bei der Eröffnung der Kulturhauptstadt in Bad Ischl war zu erwarten. In den antiken griechischen Dramen wie z. B. von Aristophanes oder Euripides gab es Nacktszenen. Sportliche Bewerbe konnten auch nackt ausgeübt werden im antiken Griechenland. Auch in unseren Breiten haben sich Kunst und Kultur erfreulicherweise immer wieder vom Diktat der anerzogenen bzw. unbewusst erworbenen Ablehnung der Nacktheit im öffentlichen Raum befreit. Als eines der vielen Beispiele können die Fresken von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle genannt werden. Ein Blick in die Kulturgeschichte könnte also den geistigen Horizont erwei-tern, zu einer Eigenreflexion anregen und die Aufregungswogen glätten.
Dr. med. Franz Burghuber, Rohrbach-Berg
Erschienen am Do, 25.1.2024
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