Entgegen der Annahme von Herrn Weinpolter in seinem Leserbrief vom Montag, 4. Jänner, werden in Österreich schon länger keine Küken mehr geschreddert. Um dieser unethischen Praxis in Österreich auch in Zukunft keinen Raum zu lassen, wird 2022 ein Verbot des Schredderns gesetzlich verankert. Die Geflügelwirtschaft hat sich darüber hinaus mit allen Beteiligten darauf geeinigt, dass per 1. 1. 2022 nur noch tatsächlich von Zoos, Greifvogelstationen und Tierschutzhäusern benötigte Futterküken zuerst mit CO2 betäubt und getötet werden dürfen, um dann als Futtertiere an diese registrierten Einrichtungen ausgeliefert zu werden. Alle restlichen Küken werden in Österreich zu Junghähnen aufgezogen. Methoden zur Früherkennung des Geschlechts im Brutei möchten wir nur in einem möglichst frühen Stadium der Bebrütung anwenden, wenn die Tiere noch keinen Schmerz empfinden. Österreich war und ist unter anderem mit diesen Maßnahmen Vorreiter einer gesellschaftlich akzeptierten Geflügelhaltung in der EU, aber auch weltweit. Wussten Sie beispielsweise, dass das wichtigste Eiweißfuttermittel Soja für österreichische Legehennen ausschließlich aus Europa stammt und für österreichische Hennen keine Regenwaldflächen abgeholzt werden müssen? Wir freuen uns deshalb, wenn die Österreicherinnen und Österreicher auch zukünftig auf die hohe Qualität österreichischer Eier vertrauen.
Michael Wurzer von der österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG), per E-Mail
Erschienen am Fr, 7.1.2022
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