Von einer führenden Expertin in Sachen Klimaschutz, Frau Prof. Helga Kromp-Kolb, erfahren wir in einer „Krone“-Kolumne mit dem Titel „Atomenergie kann das Klima nicht retten“ Interessantes zum Thema Atomkraft. Sie erklärt uns, dass zwar der Betrieb von Atomkraftwerken klimafreundlicher als fossile Energielieferanten ist, aber die Errichtung von Endlagern, der Uranabbau und der Bau von Atomkraftwerken keineswegs CO2-frei wären und damit eine negative Klimabilanz hätten. Vielen Dank für diese Information. Hoffentlich findet sich bald ein weiterer Experte, der uns darüber informiert, wie die CO2-Bilanz und die Umweltzerstörung bei der Produktion von Elektroautos und da im Besonderen bei der Herstellung der Akkus aussieht. Für nur einen – von vielen Träumern gepriesenen – Tesla S, der derzeitigen „Krone der Schöpfung“ unter den Elektroautos, werden nämlich ca. 12 Kilogramm Lithium und Tausende Liter Wasser benötigt. Wir nehmen unvorstellbare Umweltsünden hauptsächlich in den ärmsten Regionen Südamerikas in Kauf und glauben ernsthaft, mit einem Elektroauto in der Garage das Klima retten zu können? Auf die unmenschlichen Bedingungen beim mehr als gesundheitsschädlichen Abbau von Lithium will ich erst gar nicht näher eingehen. Folglich, liebe Frau Prof. Kromp-Kolb, müssten Sie eigentlich auch sagen: „Elektroautos können das Klima nicht retten.“
Alexander Neumann, Grünbach am Schneeberg
Erschienen am Fr, 12.3.2021
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