Gute Dämmung
Energie und Geld sparen
Im Mittelpunkt aller diesbezüglichen Empfehlungen steht dabei das - richtige - Dämmen. Denn durch eine gut geplante Dämmung sollen die Heizkosten eines Hauses ganz erheblich reduziert und zugleich der Komfort und die Behaglichkeit für Bewohner erhöht werden. Weitgehende Übereinstimmung zwischen Umweltberatungen, technischen Experten und Bauindustrie herrscht dabei, was die dringend erforderliche Sanierung von großen Teilen unseres Altbaubestandes betrifft: Ohne Dämmung wird es hier wohl nicht gehen.
Beim Neubau scheiden sich die Geister, denn vor allem die massive Baustoffindustrie entwickelte als Alternative zu den zusatzgedämmten Wandaufbauten eine Reihe von Produkten (einschalige Konstruktionen), die ohne das Anbringen einer zusätzlichen Dämmung auskommen.
Je dicker, desto besser?
Das Grundprinzip des Dämmens klingt simpel: Jeder Zentimeter mehr Dämmstärke bringt weniger Wärmeverluste im Winter und angenehmere Temperaturen im Sommer. Laut Fachleuten wird eine hohe Rentabilität der Dämmung allerdings erst ab einer Dämmstärke von zehn Zentimeter erreicht.
Die „umweltberatung“ empfiehlt für eine gute Wärmedämmung im Schnitt Dämmstärken von 20 bis 30 Zentimeter, wobei die Mehrkosten für eine solche verstärkte Dämmung nur das Dämmmaterial selbst betreffen und gegenüber den bei Neubauten oder Sanierungen ohnedies erforderlichen Maßnahmen (z.B. Einrüstung, Verarbeitung) nur wenig ins Gewicht fallen.
Für die verschiedenen Bauteile eines Hauses wie Wände, Decken und Fenster gibt es rechtliche Vorschriften zum Wärmeschutz, also vorgeschriebene U-Werte. Vereinfacht gesagt gibt dieser Wert an, welche Leistung pro Kelvin Temperaturunterschied zwischen innen und außen pro Quadratmeter Bauteil verloren geht. Je kleiner der Wert, desto mehr Energie wird gespart.
Übrigens: Ein „Zuviel“ an Dämmung gibt es laut Experten aus ökologischer Sicht erst ab einer Dämmstärke von über 50 Zentimetern. Erst ab hier kann der Energieeinsatz für die Herstellung einzelner Dämmmaterialen die möglichen Einsparungen überschreiten.
Es geht aber auch dünner, denn neue Produkte (z.B. Saint-Gobain Weber Terranova) versprechen optimale Dämmergebnisse bei reduzierter Dicke, was unter anderem bei nachträglicher Dämmung im Rahmen von Althaussanierungen eine Reihe von Vorteilen bieten soll, etwa, dass die typische Gebäudecharakteristik derart erhalten bleibt.
Herkömmliche und alternative Materialien
Als Dämmmaterialen kommen vor allem geschäumte Produkte auf Erdölbasis zum Einsatz, die relativ viel Luft einschließen. Da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, wird auf diesem Weg so der Wärmefluss behindert. Diese Materialien werden als Styropor, Styrodur oder ähnlich bezeichnet. Ähnliche Ergebnisse erzielt man mit den Stein- und Mineralwollmatten.
Für alle, die es ganz natürlich lieben, gibt es heute auch viele sogenannte „natürliche Dämmstoffe“. Zellulose, Schafswolle, Flachs, Kork und Hanf zählen dabei zu den beliebtesten aus der „Nachwachsenden Rohstoff“-Dämm-Palette. Trotz einer Vielzahl unbestrittener Vorzüge wie bessere Diffusionsdurchlässigkeit, angenehmes Wohnklima, geringer Energieaufwand bei der Herstellung, recyclebar etc. ist ihr Marktanteil aufgrund des höheren Preises zurzeit allerdings noch verschwindend gering.
Das soll es bringen
Nicht nur Gutes für die Umwelt tun, sondern vor allem auch selbst kräftig Geld sparen und dabei zusätzlich den Wohnkomfort erhöhen... So wird für kräftiges Dämmen geworben und auch konkrete Zahlen sollen überzeugen.
„Wärmedämmung kann als Geldanlage betrachtet werden. Denn in Wärmedämmung eingesetztes Kapital bringt Zinsen in Form von ersparten Heizkosten“, rechnet etwa Armin Knotzer von der „umweltberatung“ vor. Mit einer „Verzinsung bis zu 30 Prozent des investierten Kapitals" könne gerechnet werden. Dazu kommen noch die unterschiedlichsten Förderungen in den einzelnen Bundesländern.
Das Wohlbefinden der Bewohner soll aber nicht nur durch mehr Geld in der Brieftasche durch weniger Heizkosten, sondern auch durch mehr Behaglichkeit (z.B. keine zugigen Ecken mehr, Vorbeugen von Schimmel etc.) deutlich gesteigert werden.







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