Pedrosa hatte sich bereits beim Start vor seinem Erzrivalen Lorenzo an die Spitze gesetzt und fuhr souverän seinen fünften MotoGP-Sieg ein. Der Katalane übernahm damit auch die Führung in der WM-Wertung vor Lorenzo, der im zweiten Qualifying seiner MotoGP-Karriere zum zweiten Mal Bestzeit erzielt hatte. Vor der Siegerehrung schüttelten sich die Jungstars Pedrosa und Lorenzo demonstrativ vor König Juan Carlos die Hände.
"Es ist unglaublich, hier zu gewinnen. Es war ein sehr hartes Rennen, aber ich bin glücklich", erklärte Pedrosa, der zum Auftakt in Katar Platz drei belegt hatte. In Jerez verwies er die beiden Yamaha-Piloten Rossi und Lorenzo klar auf die Plätze. Ex-Weltmeister Nicky Hayden (USA) landete auf Platz vier. Titelverteidiger Casey Stoner, der in Katar gewonnen hatte, kam nach einem völlig verpatzten Rennen mit zwei Ausrutschern nicht über Rang elf hinaus.
Erster Saisonsieg für KTM
In der Viertelliter-Klasse profitierte Kallio von einer Kollision der beiden Führenden Alvaro Bautista und Marco Simoncelli in der Schlussrunde. Der Italiener war dem aus der Pole Position gestarteten Spanier Bautista das gesamte Rennen über am Auspuff gehangen. Kallio siegte vor dem Italiener Mattia Pasini und dem Japaner Yuki Takahashi. Sein KTM-Teamkollege Hiroshi Aoyama verpasste das Podest als Vierter lediglich um 0,6 Sekunden.
Für Kallio war es der dritte GP-Sieg bei den 250ern, der zehnte insgesamt. In der WM-Wertung verbesserte sich der 25-Jährige damit hinter Aprilia-Pilot Pasini auf Platz zwei. Der österreichische Hersteller KTM hält nun bei insgesamt 20 Erfolgen in WM-Läufen - 13 in der Achtelliter- und sieben in der Viertelliter-Klasse. Für den ersten KTM-Sieg der Geschichte hatte der spätere MotoGP-Champion Stoner am 10. Oktober 2004 in Malaysia bei den 125ern gesorgt.
Corsi übernimmt Führung in 125-ccm-Klasse
Dort übernahm der Italiener Simone Corsi mit seinem Sieg in Jerez die WM-Führung. Weltmeister Gabor Talmacsi aus Ungarn schied mit einem technischen Gebrechen an seiner Aprilia aus. Der Österreicher Michael Ranseder verpasste einen WM-Punkt als 16. knapp. Zum Auftakt in Katar hatte der 21-jährige Oberösterreicher als 15. noch einen Zähler eingefahren.
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