Sicheres Wohnen

Stopp den Einbrechern!

Wohnkrone News
02.04.2008 20:22
Jede halbe Stunde findet in Österreich ein Einbruch statt. Tendenz steigend. Und oft ist der Schrecken über den materiellen Verlust bei weitem nicht so groß wie der psychische Schock. Denn mit einem Einbruch zerstören die Täter das Gefühl der Geborgenheit in den eigenen vier Wänden. Häufig müssen die Opfer das Erlebte sogar mit Hilfe therapeutischer Unterstützung verarbeiten. Abseits von aller übertriebener Panikmache schadet es daher nicht, sich mit dem Thema Einbruchsschutz zu befassen. Motto: Sicher ist sicher!

„Wer soll schon bei mir einbrechen - da gibt es sowieso nichts zu holen!“ Wer so denkt, kann schon bald das nächste Opfer eines Einbruches werden. Denn die Erfahrung zeigt, dass nicht nur die Häuser der Reichen, sondern vor allem die Wohnungen derer, die sich zur sogenannten Mittelschicht zählen, ausgeraubt werden. Und laut einschlägigen Statistiken ereignet sich ein Drittel der Einbrüche, ohne dass Spuren von Gewaltanwendung zu finden sind. Offene Fenster und Balkontüren haben die Täter förmlich eingeladen.

Gelegenheitsdiebe und Profibanden
So unglaublich es klingt: Ein Großteil der Einbrüche passiert, „weil die Gelegenheit eben so günstig war“. Amateurkriminelle und Gelegenheitsdiebe sind selten an irgendwelchen äußeren Merkmalen zu erkennen. Sie führen auch kein auffälliges Einbruchswerkzeug mit sich, denn oft genügt schon eine Zange oder ein Schraubenzieher, um eine Türe zu öffnen, bzw. ein Glasschneider, um ein Loch in die Fensterscheibe zu schneiden.

Gelegenheitseinbrecher kommen bevorzugt während der Mittagsstunden und machen sich vor allem die Anonymität unter den Bewohnern zunutze. Daher interessieren sie sich auch ganz besonders für Hochhauswohnungen, aber auch schlecht gesicherte Einfamilienhäuser lassen die Täter nicht kalt. Gelegenheitseinbrecher stehlen alles, was sich problemlos mitnehmen lässt. Nicht die Größe der Beute ist entscheidend, sondern die günstige Gelegenheit.

Im Gegensatz dazu muss sich der Einbruch für den Profieinbrecher einfach lohnen. Dementsprechend planvoller geht er auch an die Sache heran. Professionelle Kriminelle ziehen genaue Erkundigungen über die Lebensgewohnheiten der Bewohner, ihre Wertsachen und vor allem auch deren Absicherung ein. Hier stehen Villen und exklusive Einfamilienhäuser ganz oben auf der Täterliste. Diese Art Einbrecher führt auch schweres Werkzeug mit und nicht selten verfügen sie über das technische Know-how, um einfachere Alarmanlagen außer Gefecht zu setzen.

Wirksamer Schutz
Grundsätzlich kann man zwischen dem „mechanischen Schutz“ und dem „elektronischen Einbruchsschutz“ unterscheiden. Zu ersterem zählen Fenster und Türen. Denn nicht alle Scherben bringen immer Glück! Das gilt jedenfalls dann, wenn Einbrecher Fensterscheiben  zerschlagen, die Verschlüsse entriegeln und in die Wohnung eindringen. Deshalb brauchen Fenster und Fenstertüren eine zusätzliche Einbruchssicherung. Neue Fenster verfügen meist bereits über Sicherheitsbeschläge, alte Fenster können nachgerüstet werden. Zusätzlich gibt es auch spezielle Sicherheitsfolien für die Scheiben, die ein einfaches Zerschlagen verhindern bzw. erschweren.

Bei den Türen gilt die Regel: Nicht nur Haus- und Wohnungstüren, sondern auch alle Nebentüren (z.B. Keller- und Garentüren) müssen gut gesichert werden und sollten mit einem starken Riegel und/ oder einem speziellen (Sicherheits-)Zusatzschloss ausgestattet werden, bei Außentüren empfehlen Sicherheitsexperten auch eine Mehrfachverriegelung.

Bei Alarmanlagen gibt es die Außenraum- und die Innennraumüberwachung. Die Vorteile einer Außenraumüberwachung liegen darin, dass sie für einen Alarm sorgt, BEVOR der Einbruch stattfindet und die Anlage kann – im Gegensatz zu der Innenraumüberwachung - auch eingeschaltet werden, wenn sich die Bewohner im Haus aufhalten.

 

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