Damit hat Matt seinen zehnten Weltcup-Erfolg sowie den 700. österreichischen Einzelsieg in der alpinen Weltcup-Geschichte (seit 1967) fixiert, für die Herren war es der 388.
Für "Mr. Nightrace" Benjamin Raich schaute diesmal "nur" Rang acht heraus. Der Tiroler, der den Slalom in Schladming bereits viermal gewinnen konnte, baute dennoch seine Führung im Gesamt-Weltcup aus. Raich führt nun 61 Punkte vor dem in Schladming ausgeschiedenen Amerikaner Bode Miller. Nach den Highlights in Kitzbühel und Schladming geht der Herren-Weltcup nun in Chamonix weiter, wo am Samstag und Sonntag eine Abfahrt und eine Super-Kombi auf dem Programm stehen. Das erste Abfahrtstraining findet am Donnerstag statt.
Sieg bei strömendem Regen
Die Bedingungen waren diesmal ähnlich wie bei Matts erstem Triumph. "Auch damals hatte es in Strömen geregnet. Aber ich habe mich einfach nicht beeinflussen lassen und mich voll aufs Rennen konzentriert", sagte der Tiroler, der diesmal nicht auf den neuen Fischer-Lochski zurückgriff, sondern den Siegerski vom Adelboden-Slalom wählte.
"Ich wusste, dass ich super in Form bin. Und ich wusste, dass es ohne Fehler für den Sieg klappen kann", meinte der 28-Jährige, der am Sonntag in Kitz Dritter gewesen war. Die Stimmung bezeichnete Matt als "einfach sensationell". Unter den jubelnden Fans befanden sich u.a. auch Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer.
Grange weiter Führender im Slalom-Weltcup
Grange wurde nach seinen Siegen in Wengen und Kitzbühel zwar diesmal bezwungen, behielt jedoch das Rote Trikot des Slalom-Weltcup-Leaders souverän an. "Ich hatte ein super Rennen und bin voll zufrieden. Matt war heute einfach besser als ich", so der 23-Jährige.
Mölgg hatte im ersten Lauf seine Startnummer 1 perfekt ausgenutzt, seinen ersten Weltcup-Sieg schaffte er aber trotzdem nicht. "Den Sieg habe ich mit einem großen Fehler im zweiten Lauf vergeben. Aber ich bin trotzdem happy, dass ich vor so einer Kulisse auf dem Stockerl stehen darf", meinte der Südtiroler, der sich mit Flutlichtraining fit für Schladming gemacht hatte.
Raich: "Nicht das Gelbe vom Ei!"
Raich musste sich diesmal mit Rang acht begnügen. "Das war heute einfach nicht das Gelbe vom Ei", wusste der Tiroler, dem auch die Anwesenheit seiner Freundin Marlies Schild nicht aufs Podest half. Rainer Schönfelder haderte nach Rang 13 mit der Piste. "Ich hatte zweimal eine Startnummer im Mittelfeld, und das war auf dieser Piste alles andere als ideal. Positiv ist aber, dass ich im Ziel bin und gepunktet habe", meinte der Kärntner, der damit weiterhin auf seinen ersten Stockerlplatz in Schladming warten muss.
Im zweiten Weltcup-Rennen zum zweiten Mal gepunktet hat Wolfgang Hörl. Nach Platz 20 beim Debüt in Kitz schaute für den 24-Jährigen diesmal sogar Rang 16 heraus. Wie bereits in Kitz beeindruckte Hörl mit zweitbester Zeit im zweiten Durchgang. Auch Marcel Hirscher lieferte neuerlich eine Talentprobe ab, der 18-Jährige wurde erst durch einen schweren Schnitzer im Finish des zweiten Durchgangs auf Platz 20 zurückgeworfen.
Byggmark im Finale ausgeschieden
Kein Glück hatte diesmal der mit einer Handverletzung gehandicapte Mitfavorit Jens Byggmark, der nach verpatztem ersten Lauf (19.) im Finale ausschied. Und das, obwohl am Dienstag rund 80 Schweden mit einem Charterflug von Stockholm nach Österreich gereist waren und noch in der Nacht auf Mittwoch wieder in die Heimat zurückkehrten. Ebenfalls out u.a. Miller, Kalle Palander (FIN), Reinfried Herbst (AUT), Marc Gini (SUI) und Daniel Albrecht (SUI).
Piste im Regen zerfallen
Diskussionen gab es um die Rennpiste, die auf Grund der heftigen Niederschläge am Dienstag (zunächst Regen, dann Schnee) logischerweise stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Doch FIS-Renndirektor Günter Hujara fand mit einem Blick zum Himmel klare Worte: "Natürlich ist es schade, dass die Piste zerfallen ist. Aber da kann man absolut niemandem einen Vorwurf machen. Das passiert eine Etage höher. Mehr Arbeit geht nicht, solche Bedingungen können einfach passieren."
Das Endergebnis im Überblick
1. Mario Matt (AUT) 1:42,84 Minuten (50,29 - 52,55)
2. Jean-Baptiste Grange (FRA) 1:43,48 + 0,64 (50,87 - 52,61)
3. Manfred Mölgg (ITA) 1:43,49 + 0,65 (50,21 - 53,28)
4. Ted Ligety (USA) 1:43,54 + 0,70 (51,64 - 51,90)
5. Felix Neureuther (GER) 1:44,00 + 1,16 (50,91 - 53,09)
6. Julien Lizeroux (FRA) 1:44,15 + 1,31 (51,20 - 52,95)
7. Markus Larsson (SWE) 1:44,39 + 1,55 (52,49 - 51,90)
8. Benjamin Raich (AUT) 1:44,47 + 1,63 (51,14 - 53,33)
9. Ivica Kostelic (CRO) 1:44,57 + 1,73 (51,50 - 53,07)
10. Akira Sasaki (JPN) 1:44,60 + 1,76 (52,42 - 52,18)
11. Marc Berthod (SUI) 1:44,67 + 1,83 (53,82 - 50,85)
12. Jimmy Cochran (USA) 1:45,18 + 2,34 (52,03 - 53,15)
13. Rainer Schönfelder (AUT) 1:45,19 + 2,35 (52,61 - 52,58)
14. Steve Missillier (FRA) 1:45,24 + 2,40 (53,38 - 51,86)
15. Bernard Vajdic (SLO) 1:45,39 + 2,55 (51,96 - 53,43)
16. Wolfgang Hörl (AUT) 1:45,52 + 2,68 (54,37 - 51,15)
17. Patrick Thaler (ITA) 1:46,11 + 3,27 (53,77- 52,34)
18. Kentaro Minagawa (JPN) 1:46,16 + 3,32 (54,14 - 52,02)
19. Filip Trejbal (CZE) 1:46,17 + 3,33 (54,34 - 51,83)
20. Marcel Hirscher (AUT) 1:48,64 + 5,80 (52,89 - 55,75)
21. Anton Lahdenperä (SWE) 1:49,60 + 6,76 (54,07 - 55,53)
22. Oscar Andersson (SWE) 1:49,93 + 7,09 (53,99 - 55,94)
23. Patrick Biggs (CAN) 1:55,18 +12,34 (54,67 - 1:00,51)
24. Naoki Yuasa (JPN) 1:55,82 +12,98 (53,46 - 1:02,36)
25. Michael Janyk (CAN) 1:56,94 +14,10 (51,49 - 1:05,45)
26. Kilian Albrecht (BUL) 2:03,43 +20,59 (53,77 - 1:09,66)
Nicht für den 2. Durchgang qualifiziert:
44. Andreas Omminger (AUT) 56,25 +6,04
49. Romed Baumann (AUT) 57,71 +7,50
Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.:
Reinfried Herbst, Alexander Koll, Hannes Brenner (alle AUT), Andre Myhrer, Johan Brolenius, Mattias Hargin (alle SWE), Bode Miller (USA), Daniel Albrecht (SUI)
Ausgeschieden im 2. Durchgang:
Cristian Deville (ITA), Jens Byggmark (SWE), Kalle Palander (FIN), Marc Gini (SUI)









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.