20.01.2008 19:14 |

Australian Open

Rafael Nadal gegen Mathieu ohne Mühe weiter

Der Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal steht bei den Australian Open im Viertelfinale. Der Spanier profitierte am Sonntag von der verletzungsbedingten Aufgabe seines französischen Gegners, des Koubek-Bezwingers Paul-Henri Mathieu, der beim Stand von 6:4, 3:0 aus Sicht Nadals aufgrund von Wadenproblemen nicht weiterspielen konnte.

"Es ist ein bisschen ärgerlich, weil ich stark gespielt habe", kommentierte Nadal, der Kräfte für das Viertelfinalduell mit dem Finnen Jarkko Nieminen sparen konnte. "Nieminen ist ein harter Kämpfer, es wird ein interessantes Match", so der dreimalige French-Open-Sieger, der bisher alle drei Partien gegen die Nummer 24 des Turniers gewonnen hat.

Henin trifft im Viertelfinale auf Scharapowa
Titelverteidigerin Serena Williams hat bei den Australian Open das Viertelfinale erreicht. Die 26-Jährige setzte sich gegen Nicole Vaidisova aus Tschechien mit 6:3, 6:4 durch und trifft nun auf die Serbin Jelena Jankovic. Den Viertelfinalschlager bestreiten indes die Nummer eins der Welt, Justine Henin, und die an fünfter Stelle gesetzte Russin Maria Scharapowa.

Henin überwand die Hürde Hsieh Su-wei (Taiwan), die Sybille Bammer in der zweiten Runde ausgeschaltet hatte, mit spielerischer Leichtigkeit und erkannte nach dem 6:2,6:2-Sieg folgerichtig: "Jetzt wartet ein völlig anderes Turnier auf einem anderen Level." Ihre nächste Gegnerin, Scharapowa, wird der Belgierin mit Sicherheit mehr abverlangen. Beim 6:2, 6:0-Erfolg über ihre Landsfrau Jelena Dementjewa (Nummer 11) gab die 20-jährige Russin jedenfalls nur zwei Games ab.

Das zweite Viertelfinal-Duell bestreiten Serena Williams und die Serbin Jelena Jankovic. Letztere hatte mit Lokalmatadorin Casey Dellacqua beim 7:6(3),6:1 nur im ersten Satz Probleme, reüssierte dort erst im Tiebreak. Williams musste gegen Vaidisova vor allem im zweiten Durchgang alle Kräfte mobilisieren, gab das Spiel aber nicht mehr aus der Hand. Vaidisova ließ ihr Racket nach Ende der Partie am Boden zerschellen.

Nalbandian und Dawidenko ausgeschieden
Bei den Herren ist Geheimfavorit David Nalbandian unerwartet früh ausgeschieden. Der als Nummer 10 gesetzte Argentinier hatte gegen die frühere Nummer eins, Juan Carlos Ferrero, nicht den Hauch einer Chance und verlor glatt 1:6, 2:6, 3:6. Nalbandian hatte im Herbst hintereinander die Masters-Series-Turniere von Madrid und Paris-Bercy gewonnen und dabei mit Roger Federer (zweimal), Rafael Nadal und Novak Djokovic alle Stars bezwungen.

Nicht nur Nalbandian blieb am Sonntag auf der Strecke. Richard Gasquet (FRA-8) unterlag seinem Landsmann Jo-Wilfried Tsonga im Duell der beiden Freunde 2:6, 7:6(5), 6:7(6), 3:6. Tsonga ist damit neben dem Kroaten Marin Cilic der letzte im Bewerb verbliebene ungesetzte Spieler. "Es ist schwer, gegen einen Freund zu spielen", bekannte Tsonga, "es ist schwer, die beiden Dinge auseinander zu halten."

Mit Nikolaj Dawydenko verabschiedete sich auch die Nummer vier des Turniers. Im Spiel gegen seinen russischen Landsmann Michail Juschnij war der 26-Jährige chancenlos, unterlag überraschend klar mit 6:7(2), 3:6, 1:6.

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