24.12.2007 14:50 |

Feuergefecht

Geiselnahme in Moschee durch Extremisten

Muslimische Extremisten haben in einer Moschee im indischen Teil Kaschmirs mehrere Zivilisten als Geiseln genommen. Die drei Geiselnehmer, die der verbotenen Gruppe Hizbul Mujahideen angehören, eröffneten aus der Moschee im Distrikt Kulgam heraus auf Soldaten und Unbeteiligte das Feuer. Ein Zivilist und zwei Soldaten wurden dabei verletzt.

Die Truppen erwiderten jedoch das Feuer aus Angst um das Leben der Geiseln und aus Respekt vor dem Gotteshaus nicht. Nach Polizeiangaben entließen die Extremisten, die aus der Gegend stammen, bis Montagabend zwei ihrer ursprünglich fünf Geiseln.

Über Forderungen der Geiselnehmer wurde zunächst nichts bekannt. Berichten zufolge sind die Geiseln in der Moschee unverletzt. Die Geiselnahme hatte bereits am Sonntagabend begonnen. Die Extremisten lehnten ein Angebot, Nahrungsmittel in die Moschee zu bringen, ab. Nachdem die Geiselnehmer identifiziert worden waren, forderten deren Eltern sie mit Lautsprechern auf, die Zivilisten freizulassen.

Bis zu 60.000 Tote im Kaschmir-Konflikt
Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen muslimische Extremisten seit den 80er Jahren für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan. Nach Regierungsangaben kostete der Konflikt bisher mehr als 40.000 Menschen das Leben. Unabhängige Schätzungen gehen von bis zu 60.000 Toten aus.

Symbolbild

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