18.12.2007 15:04 |

Schumi als Taxler

Michael Schumacher droht Ärger mit der Polizei

Michael Schumacher droht wegen zu schnellen Fahrens mit einem kurzfristig ausgeliehenen Taxi Ärger mit der Polizei. Der ehemalige Formel-1-Weltmeister soll nach dem Kauf eines Hundes in Bayern auf einer Straße zwischen Kronach und Coburg zu schnell gefahren sein. Der Taxifahrer, der auf dem Beifahrersitz saß, sei nun von der Polizei als Zeuge geladen worden, sagte der Sprecher der Coburger Polizei, Ralf Wietasch, am Montag. Sollten sich die Vermutungen bestätigen, müsste die Coburger Polizei auch Schumacher befragen. Schuhmacher hatte dem Taxifahrer vorgeschlagen, das Taxi auf der Fahrt selbst zu steuern.

Nach Einschätzung des Polizeisprechers dürfte die Strafe für Schumacher nicht allzu saftig ausfallen. Bei einer angenommenen Geschwindigkeit von 130 bei erlaubten 100 Stundenkilometern ziehe die Polizei zugunsten des Beschuldigten automatisch 20 Prozent ab. So bleibe eine Tempo-Überschreitung von vier km/h. "Da ist vermutlich das Parken im eingeschränkten Halteverbot teurer", sagte Wietasch.

Da Schumacher in der Schweiz lebe, könne die Schnellfahrt ohnehin nicht verfolgt werden, da es zwischen Deutschland und der Schweiz kein entsprechendes Abkommen gebe.

Auch dass der siebenmalige Formel-1-Weltmeister gegen das Personenbeförderungsgesetz verstoßen hat, weil er unerlaubt mit dem Taxi gefahren sein soll, bleibt nach Angaben des Coburger Ordnungsamtes vermutlich für den prominenten Motorsportler ohne Folgen. Der Taxifahrer habe nach seinen Aussagen das Taxi-Schild abmontiert, sagte der stellvertretende Leiter des Coburger Ordnungsamtes, Kai Holland. Damit sei das Taxi zum ganz normalen Auto geworden. Schumacher-Fans aus ganz Deutschland sollen inzwischen dem Berufschauffeur Angebote für sein Taxi unterbreitet haben. Medienberichten zufolge liegen bereits zehn Angebote vor.

"Turbogeile Fahrt"
Der Taxler bezeichnete die Fahrt übrigens als das "turbogeilste Erlebnis meines Lebens". Außerdem habe sich Schumacher großzügig gezeigt: Statt der üblichen 75 Euro für die Fahrt und Wartezeit habe er 160 Euro gezahlt.

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