Mo, 23. Juli 2018

Esther ist gestorben

17.10.2007 19:03

Baby nach Finnland-Odyssee im AKH gestorben

Die Geschichte der Burgenländerin, die schwanger aus dem AKH geflüchtet war, um bei den Samen in Finnland ihre Zwillinge zur Welt zu bringen, hat jetzt eine traurige Komponente bekommen: Eines der Mädchen, die erstgeborene Esther, ist – wie erst jetzt bekannt wurde – am 5. Oktober im AKH in Wien gestorben.

Wie das Krankenhaus am Mittwoch berichtete, war der Zustand von Esther von Anfang an kritisch. Sie musste bis zu ihrem Tod mehrere Operationen über sich ergehen lassen. Ihrer Schwester Lena gehe es aber mittlerweile sehr gut.

"Es grenzt an ein medizinisches Wunder, dass es Lena so blendend überstanden hat", sagte der Vorstand der Kinderklinik am Wiener AKH, Univ.-Prof. Dr. Arnold Pollak. "Sie war von Anfang an die Kräftigere und hat einen starken Lebenswillen." Lena hat mittlerweile zwei Kilo und wird nicht mehr künstlich beatmet. "Sie ist völlig gesund", sagte Pollak.

Psychische Probleme der Burgenländerin
Die Burgenländerin war am 27. Juli aus dem Spital verschwunden. Die Polizei schlug am 29. Juli wegen einer bevorstehenden Frühgeburt und drohender Lebensgefahr Alarm. Am 4. August tauchte die Frau unerwartet in Finnland auf. Die vermutlich an psychischen Problemen leidende Frau dürfte mit dem Bus nach Finnland gelangt sein. Am 4. August brachte sie in einer Klinik in Rovaniemi zwei Mädchen, je 600 Gramm schwer, zur Welt.

Am 8. August wurde die Frau zurück nach Wien geflogen. Die beiden Frühchen wurden zu diesem Zeitpunkt noch in einer Spezialklinik in Finnland versorgt, sie wurden Ende August ebenfalls nach Wien überstellt.

Die Ärzte sprachen von einer "außergewöhnlichen Leistung", dass es die Schwangere per Zug vom Wiener Westbahnhof bis nach Rostock und mit einer Fähre weiter nach Finnland schaffte. Die Reise war geplant, sie wollte die Kinder in Nordfinnland zur Welt bringen.

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