Fr, 22. Juni 2018

Amokfahrer

16.10.2007 14:14

17-Jähriger liefert Polizei wilde Verfolgungsjagd

Eine wilde Verfolgungsjagd hat ein 17-Jähriger ohne Führerschein der Salzburger Polizei in der Nacht auf Dienstag geliefert. Selbst ein Streifschuss konnte den jungen Salzburger zunächst nicht stoppen. Auf seiner Flucht rammte er zwei Polizeiautos, ein Ordnungshüter konnte sich nur durch einen Hechtsprung vor dem Amokfahrer retten. Der 17-Jährige wurde durch den Streifschuss leicht verletzt und musste im Krankenhaus Zell am See ambulant behandelt werden. Der Jugendliche wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Montag gegen 22.30 Uhr bemerkte eine Polizeistreife, dass im Zentrum von Zell am See ein Fahrzeug gegen die Einbahn fuhr. Daraufhin nahmen die Beamten mit eingeschaltetem Blaulicht die Verfolgung auf und versuchten wiederholt, den Lenker zum Anhalten des Autos zu bewegen. Im Ortsteil Schüttdorf gelang es den Beamten schließlich, den Pick-Up zu überholen. Trotz eingeschalteten Blaulichts und Zeichen mit dem rot leuchtenden Anhaltestab scherte der 17-Jährige nach links aus und fuhr am Streifenwagen vorbei.

Anschließend flüchtete der Saalfeldener mit weit überhöhter Geschwindigkeit - teilweise bis zu 160 km/h - in Richtung Taxenbach und überholte bei seiner Amokfahrt mehrere Fahrzeuge an teils unübersichtlichen Stellen. Auf einem Güterweg musste er seinen Wagen kurz anhalten, um nicht nach vorne über eine steile Böschung zu fahren.

Polizist rettet sich durch Hechtsprung
Der Streifenwagen fuhr daraufhin dicht auf den stehenden Pick-Up auf, um ein weiteres Manövrieren zu verhindern. In diesem Moment legte der 17-Jährige allerdings den Rückwärtsgang ein und rammte den hinter ihm stehenden Streifenwagen. Ein Polizist, der sich bereits außerhalb des Fahrzeuges befand, konnte sich nur durch einen Hechtsprung zur Seite in Sicherheit bringen, da er sonst zwischen den beiden Fahrzeugen eingeklemmt worden wäre.

Anschließend setzte der Saalfeldener seine Flucht in Richtung Rauriser Landesstraße fort, wo ein Polizeiauto quer über eine Brücke gestellt wurde, um die Fahrt des Amokläufers zu blockieren. Die Beamten hatten sich aus Sicherheitsgründen bereits vom Fahrzeug entfernt. Zu Recht - der Amokfahrer rammte das Polizeiauto mit unverminderter Geschwindigkeit und setzte danach seine Flucht fort.

Streifschuss stoppt Amokfahrt
Nun versuchten Polizisten, zwei gezielte Schüsse auf den linken hinteren Reifen abzugeben. Dabei prallte ein Projektil von der Fahrbahn ab, durchschlug die linke hintere Seitenscheibe und streifte den Lenker am linken Oberarm. Der leicht verletzte Jugendliche wurde im Krankenhaus Zell am See ambulant versorgt und auf freiem Fuß angezeigt.

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