Fr, 22. Juni 2018

"Schachbrett-Killer"

09.10.2007 18:49

Serienmörder gesteht vor Gericht 63 Morde

Vor einem Gericht in Moskau hat ein "Irrer von Biseski" genannter Serienmörder (Bild) ein umfassendes Geständnis abgelegt. Wie die Nachrichtenagentur Interfax am Dienstag berichtete, gab der 33-jährige Russe neben den ihm zur Last gelegten 52 Morden und Mordversuchen weitere elf Taten zu.

"Ich dachte, es wäre unfair, diese elf Menschen zu vergessen", sagte der 33-jährige Alexander Pitschuschkin bei der Verhandlung. Der Mann machte als "Irrer von Bisewski" Schlagzeilen, weil er die meisten seiner Opfer im Bisewski-Park bei Moskau tötete. Ermittlern zufolge soll er vorgehabt haben, 64 Menschen zu töten - so viele Felder hat ein Schachbrett. Die russische Boulevardpresse bezeichnet ihn deshalb auch als "geisteskranken Schachspieler". Bei seiner Festnahme im Juni 2006 versicherte er: "Ich hätte niemals aufgehört, niemals. Mit meiner Festnahme haben sie viele Leben gerettet."

Unheimliche Mordserie begann 2001
Laut Staatsanwalt Juri Sjomin wollte Pitschuschkin den "Rekord" des 1994 zum Tode verurteilten und hingerichteten russischen Serienmörders Andrej Tschikatilo brechen, der 53 Kinder und Jugendliche umbrachte. 2001 begann er mit seiner Mordserie: Immer wieder lockte er ältere Menschen unter verschiedenen Vorwänden in eine entlegene Ecke des Moskauer Bisewski-Parks. Dort habe er mit ihnen Alkohol getrunken, bis sie wehrlos waren. Dann habe er die größtenteils männlichen Opfer auf verschiedene Weise getötet, so die Anklage.

49 Morde und drei Tatversuche wurden Pitschuschkin nachgewiesen, in den übrigen Fällen gibt es keine Spuren. 2006 wurde schließlich ein Zettel mit seiner Telefonnummer in der Tasche seines letzten Mordopfers gefunden, das führte zu Verhaftung und Geständnis. Die Mordserie in einem Stadtwald bei Moskau gilt als eines der größten Verbrechen der vergangenen Jahre in Russland.

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