26.09.2007 08:48 |

Kleines "Happy End"

"Pumpkin" wieder bei ihrer Großmutter

Ihr Schicksal hat in den vergangenen Tagen die Welt bewegt: Die kleine Chinesin Qian Yun Xue (3) ist am 15. September von ihrem Vater Nai Yin Xue mutterseelenallein auf einem Bahnhof in Melbourne ausgesetzt worden. Xue dürfte in Auckland seine Ehefrau und damit die Mutter der kleinen Qian ermordet haben. Eine internationale Fahndung läuft. Jetzt gibt es ein kleines "Happy End" für das Kind, das von den Medien wegen ihres Kleidchens liebevoll "Pumpkin" ("Kürbis") getauft worden ist: Ihre Großmutter Liu Xiao Ping hat ihre Enkelin abgeholt und wieder heim nach Auckland gebracht.

Damit bleibt dem Kind erspart, unter fremden Menschen aufwachsen zu müssen.

Die internationale Großfahndung nach dem Vater läuft indes weiterhin. Die neuseeländische Polizei teilte in Auckland mit, sie habe die US-Behörden um Unterstützung bei der Suche nach dem Vater der Dreijährigen gebeten, deren Mutter in Neuseeland ermordet wurde.

Mutterseelenallein am Bahnhof
Die kleine Qian Xun Xue war in der vergangenen Woche auf dem Melbourner Bahnhof Southern Cross aufgegriffen worden (Foto aus der Überwachungskamera in der Infobox!). Sie stand allein am Fuße einer Rolltreppe und blieb trotz intensiver Bemühungen stundenlang stumm.

Die Auswertung der Filme aus den Überwachungskameras ergab schließlich, dass die Kleine an der Hand eines Mannes durch den Bahnhof gegangen und an der Rolltreppe allein stehengelassen worden war. Der Mann entpuppte sich als der 54-jährige Vater des Kindes, Nai Yin Xue. Dieser fuhr aktuellen Ermittlungen der australischen Polizei zufolge mit seinem Koffer vom Bahnhof zum Flughafen und flog nach Los Angeles. 

Leiche im Kofferraum
Die Spur führte schließlich nach Neuseeland, wo die chinesisch-stämmige Familie zu Hause war. Im Kofferraum von Xues Auto, das vor dem Haus geparkt war, entdeckte die Polizei die Leiche der 27-jährigen Mutter des kleinen Mädchens. "Erste Ergebnisse der Autopsie zeigen, dass sie gewaltsam gestorben ist", sagte ein neuseeländischer Polizeisprecher.

In den USA laufe bereits die Fahndung nach Xue, der in Neuseeland eine chinesisch-sprachige Fachzeitschrift über Kampfsport herausgab. Die kleine Qian Xun war bei einer Pflegefamilie bis ihre Großmutter mütterlicherseits sie abholen konnte. 

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).