Fr, 22. Juni 2018

Ärger verdaut

17.08.2007 17:18

Papua-Neuguinea legt Streit mit Fidschi bei

Papua-Neuguinea hat einen seit 130 Jahren währenden, ungewöhnlichen Streit mit Fidschi beigelegt. In einer großen Versöhnungszeremonie entschuldige sich das Land dafür, dass Kannibalen vor rund 130 Jahren vier von den Fischi-Inseln stammende Missionare getötet und aufgegessen haben.

Fidschis Vertreter in Papua-Neuguinea, Ratu Isoa Tikoca, nahm bei der Zermonie mit tausenden Teilnehmern am Mittwoch in Rabaul die Entschuldigung an. „Wir stehen tief berührt an diesem Wendepunkt und wünschen Ihnen die große Freude der Vergebung, da wir endlich diesen ewigen Streit beigelegt haben“, sagte der Fidschianer.

Im Jahr 1875 war eine Methodisten-Mission unter Leitung des Briten George Brown im damaligen Neuguinea unterwegs. Im April 1878 wurden ein fidschianischer Prediger und drei Lehrer von Angehörigen des Tolai-Stammes getötet und gegessen.

Brown unternahm daraufhin eine Strafexpedition gegen die Tolai, bei denen mehrere Stammesangehörige getötet und etliche Dörfer niedergebrannt wurden. Dies führte wiederum zu Proteststürmen in der australischen Methodistenkirche. Die britischen Kolonialbehörden sprachen Brown nach Ermittlungen von allen Vorwürfen frei.

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