08.08.2007 14:28 |

Bahn-Streik

Deutsche Lokführer sagen geplante Streiks ab

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat ihre für Donnerstag geplanten Streiks im Güterverkehr abgesagt. Nachdem das Arbeitsgericht Nürnberg den geplanten Ausstand per einstweiliger Verfügung untersagt habe, sei die GDL rechtlich nicht mehr auf der sicheren Seite, sagte GDL-Chef Manfred Schell am Mittwoch im Fernsehsender N-24.

"Logischerweise werden wir jetzt in die Berufung gehen", betonte er. "Ich denke, dass morgen möglicherweise Verhandlung sein wird."

Die GDL hatte angekündigt, den Güterverkehr am Donnerstag bundesweit für vier Stunden lahmzulegen. Es wurden auch gravierende Auswirkungen auf den Personenverkehr erwartet. Dieser sollte aber frühestens am Montag bestreikt werden. Zur am Vortag ins Gespräch gebrachten Einsetzung eines Vermittlers liefen am Mittwoch nach Angaben der Gewerkschaft noch keine Sondierungsgespräche zwischen Bahn und GDL. 

Auch Österreich wäre betroffen gewesen
Ein Streik der deutschen Lokführer um 31 Prozent mehr Gehalt würde nicht nur den Güterverkehr der Deutschen Bahn lahm legen. Auch Österreichs Übersee-Exporte laufen großteils über Deutschland zu den Häfen Hamburg und Rotterdam.

Für die ÖBB könnte ein Streik der deutschen Lokführers gravierende Folgen haben, wenn er mehrere Tage dauert. Nach dem Güter- wäre dann auch der Personenverkehr behindert, weil die Loks nur noch verzögert aus Deutschland zurückkämen, warnt Eisenbahnergewerkschafter Haberzettl. Derzeit fahren täglich rund 120 ÖBB-Züge ins Nachbarland.

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