Wer wird Ortschef?

¿Vierkampf¿ um das Erbe Böhms

Was haben Peter Mair, Franz Eßbichl, Franz Kainz und Brigitte Zettl gemeinsam? Sie kämpfen heute als Bürgermeisterkandidaten um die Stimmen von gut 4800 Wahlberechtigten in Pasching, also darum, das schwierige Erbe von Fritz Böhm anzutreten. Möglicherweise ist dafür eine zweite Runde am 8. Juli nötig.

„Es sind alle sehr gespannt, wie es ausgehen wird. Und viele wissen noch gar nicht, wen sie wählen werden“, beschreibt der Paschinger Grüne Johannes Obermayr die Stimmung in der Gemeinde, die SP-Politiker Fritz Böhm 18 Jahre lang regiert hatte, ehe er die Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs, Betrugs und Untreue doch nicht länger „aussitzen“ konnte.

Sein Wunschnachfolger Peter Mair geht heute, Sonntag, als Favorit ins Rennen um den Bürgermeistersessel der Gemeinde, in deren Gemeinderat die SP eine absolute Mehrheit hat. Doch es könnte auch eine Stichwahl herauskommen, was sich zum Beispiel VP-Gemeindereferent Josef Stockinger wünscht: „Ich hoffe wirklich, dass die SPÖ einen Denkzettel dafür bekommt, dass sie jahrelang Böhm gedeckt und gehalten hat, auch wenn sie jetzt nichts mehr davon wissen will“, meint Stockinger.

Und wer käme neben Mair in die Stichwahl zwischen den zwei stimmenstärksten Kandidaten? Am ehesten der unabhängige Ex-Schuldirektor Franz Kainz oder der VP-Kandidat Franz Eßbichl. Nach den Kräfteverhältnissen in Pasching hat die FP-Einzelkämpferin Brigitte Zettl wohl die geringsten Chancen auf ein Weiterkommen.

Die Grünen trifft´s nur indirekt - sie unterstützen den Unabhängigen Kainz.

 

 

Fotos: SP/VP

Mittwoch, 23. Juni 2021
Wetter Symbol