25.06.2007 16:59 |

Suche nach Maddie

Maddie: Bei Ermittlern herrscht Pessimismus

Mehr als 50 Tage nach der Entführung der kleinen Madeleine im Süden Portugals macht sich unter den Ermittlern zunehmend Pessimismus breit. Wie die Lissabonner Zeitung "Diário de Notícias" am Montag berichtete, schließt die portugiesische Kriminalpolizei nicht mehr aus, dass die Suche nach dem britischen Mädchen ergebnislos bleibt.

"Wir haben bisher Hunderte von Hinweisen erhalten, aber alle Nachforschungen verliefen im Sande", sagte der Sprecher der Kriminalpolizei, Olegário de Sousa, dem Blatt. Oft meldeten sich Menschen, die unter dem Einfluss des Medienrummels um den Fall stünden, aber keine Informationen hätten, die tatsächlich nützen. 

Letzte Spur führt nach Malta
Zuletzt hatten Spuren nach Malta geführt. Die portugiesischen Fahnder konzentrieren ihre Ermittlungen aber weiterhin auf den Badeort Praia da Luz an der Algarve-Küste, wo das Mädchen Anfang Mai aus einer Ferienanlage verschleppt worden war. "Sie nehmen an, dass dort der Schlüssel zur Aufklärung des Mysteriums liegt", schrieb die angesehene Zeitung.

Weltweite Luftballonaktion
In Praia da Luz an der portugiesischen Algarve-Küste, wo Madeleine verschwand, ließen ihre Eltern am Freitag 50 mit Helium gefüllte Ballons aufsteigen, um die Erinnerung an ihre Tochter wach zu halten. Ähnliche Aktionen gab es weltweit in rund 160 Städten, darunter auch in Sliema auf Malta.