12.06.2007 21:25 |

Peinlicher Präsident

Real-Präsident verärgert Nadals Familie

Der Vereinspräsident von Real Madrid, Ramón Calderón, hat sich bei Rafael Nadal angebiedert und damit die Familie des spanischen Tennisstars verärgert. Beim Finale der French Open zwischen Nadal und dem Schweizer Roger Federer in Paris hatte der Clubchef des spanischen Fußballrekordmeisters sich auf der Tribüne in den Bereich eingeschmuggelt, der eigentlich den Angehörigen von Nadal vorbehalten war. Nach Presseberichten vom Dienstag musste ein Familienmitglied dem Real-Boss Platz machen und auf einer Treppenstufe sitzen.

Calderón sei es auf diese Weise gelungen, als einer der ersten Nadal zum Sieg zu gratulieren - noch vor den Eltern des Tennisstars, hieß es. Er habe Nadal zur Teilnahme an der Meisterschaftsfeier eingeladen für den Fall, dass Real am Sonntag den Titel gewinne. Toni Nadal, der Trainer und Onkel des Roland-Garros-Siegers, wies die Einladung empört zurück: "Dort hat Rafael nichts zu suchen."

Der Tennis-Crack ist zwar ein Anhänger von Real, aber er respektiert auch den FC Barcelona, für den sein anderer Onkel Miguel Angel Nadal jahrelang gespielt hat. Calderón wird in Spanien ein Hang zu Peinlichkeiten nachgesagt. Am Samstag hatte er nach dem Spiel Real Saragossa gegen Real Madrid (2:2) im Stadion eine Ehrenrunde gedreht, obwohl der Titelgewinn längst nicht feststand.

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