Diese Zahlen gab Sport-Staatssekretär Lopatka am Montag in der Salzburger Wintersportgemeinde Flachau bekannt. Zum Vergleich: Das deutlich größere Deutschland wendet für den Anti-Doping-Kampf 1,8 Millionen Euro auf.
Lopatka präsentierte im Rahmen der Tagung von Sports Media Austria sein Programm gegen Doping. "Es ist ganz klar, der Sport ist auf dem Prüfstand", betonte der Sport-Staatssekretär, der sich auch für eine internationale Vereinheitlichung der Richtlinien und klare rechtsverbindliche Bestimmungen auf EU-Ebene einsetzen will.
Mit dem österreichischen Gesetz wandert die Zuständigkeit bei Doping-Vergehen von den Sport-Gremien (Verbände bzw. BSO in erster und zweiter Instanz) in eine nationale Anti-Doping-Agentur (NADA), die außerhalb der Sport-Verbände steht. Die NADA wird als GesmbH gegründet, an der der Bund 51 Prozent und die Länder 49 Prozent halten. Die noch zu bestimmende Geschäftsführung wird durch eine Rechts-, Medizin- und Ethik-Kommission unterstützt. "Ein Verband, der ein NADA-Urteil nicht umsetzt, verliert die gesamte Förderung", erklärte Lopatka.
Das von allen fünf Parlaments-Parteien getragenen neue Gesetz regelt Anordnung und Durchführung der Dopingkontrollen, die auch außerhalb der Wettkampf-Perioden, rund um die Uhr und in allen Institutionen durchgeführt werden können. Sportrechts-Experte Christian Flick sieht mit dieser Regelung und der Verabschiedung des Gesetzes "juristisch gesehen einen großen Fortschritt".
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