Vom Winde verweht

Rückenwind verhindert 100-m-Weltrekord

Sport
04.06.2007 14:43
Ein vom Winde verwehter 100-m-Weltrekord, tolle Sprünge und weitere schnelle Sprints prägten das Leichtathletik- Wochenende. Zum großen Pechvogel avancierte US-Sprinter Tyson Gay (im Bild links), der beim Grand-Prix-Meeting in New York bei seinen 9,76 Sekunden einen zu starken Rückenwind von 2,2 m/Sek. hatte und damit um den Rekord und den Ruhm des schnellsten Mannes der Welt gebracht wurde.

"Ich hatte schon ein schlechtes Gefühl, als ich im Startblock stand. Da merkte ich, dass der Wind ziemlich kräftig weht. Er ist dann zwar noch etwas abgeflaut, aber leider nicht genug", sagte der 24-Jährige, der um 1/100 Sekunden schneller als Weltrekordler Asafa Powell aus Jamaika war. "Ich laufe nicht, um den Weltrekord zu jagen. Und ich bin auch nicht frustriert, sondern freue mich einfach, wenn ich Rennen gewinne", meinte der verhinderte Weltrekordler Gay.

In New York blieb Chinas Olympiasieger und Weltrekordler Lui Xiang im Hürdensprint in 12,92 Sekunden nur 4/100 Sekunden über seiner Bestmarke aus dem Juli 2006. Terrence Trammell (USA) knackte als Zweiter in 12,95 Sekunden erstmals die 13-Sekunden-Grenze und nimmt Rang acht in der Bestenliste ein. Diese Platzierung schaffte auch der Weitspringer Luis Tsatoumas (Griechenland) in seiner Geburtsstadt Kalamata, der mit 8,66 m für eine von insgesamt acht Saison- Bestleistungen sorgte und sich um 32 Zentimeter steigerte.

Mehrere Weltbestleistungen
Bemerkenswert waren in New York die 12,45 Sekunden von Virginia Powell über die 100 Meter Hürden. Weitere Weltbestleistung gab es dort durch die Äthiopier Tariku Bekele und Tirunesh Dibaba über 5.000 Meter in 13:04,05 bzw. 14:35,67 Minuten. Jennifer Stuczynski steigerte ihren US-Rekord um weitere vier Zentimeter auf 4,88 m und schloss zu Swetlana Feofanowa (Russland) auf. Nur Weltrekordlerin Jelena Isinbajewa (Russland/5,01) war noch besser. Der Olympia-Zweite Francisco Fernandez (Spanien) bei der IAAF-Geher-Challenge in La Coruna über 20 km (1:18:50) und Eunice Jepkorir (Kenia) in Debrecen/Ungarn über 3000 m Hindernis (9:25,84) sorgten ebenfalls für Jahresweltbestleistungen.

Die 200-m-Olympiasiegerin Veronica Campbell aus Jamaika setzte sich in Ney York über 100 m in hervorragenden 10,93 Sekunden vor der Saisonspitzenreiterin Torri Edwards (USA/10,96) durch. Bei den Männer schaffte Wallace Spearmon (USA) bei seinem Erfolg in 19,82 Sekunden vor Usain Bolt (Jamaika/19,89) die zweitschnellste Zeit in diesem Jahr nach seinem Landsmann Walter Dix (19,69).

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