24.05.2007 11:21 |

Nicht länger alleine

Pumuckl darf eine Freundin haben

Der kleine Kobold Pumuckl darf eine Freundin bekommen. Ein Gericht in München entschied am Donnerstag, dass die ursprüngliche Zeichnerin Barbara von Johnson bei einem Malwettbewerb für Kinder eine Freundin für Pumuckl malen lassen darf.
Autorin Ellis Kaut hatte gegen die Freundin geklagt und argumentiert, Pumuckl sei ein Geistwesen und könne nicht heiraten. Es komme für sie nicht in Frage, Pumuckl eine "überflüssige und dramaturgisch nur störende" Pumuckline zur Seite zu geben, so die Autorin. Johnson hingegen sagte, sie habe Kindern bloß die Möglichkeit geben wollen, einen eigenen Kobold zu malen - egal welchen Geschlechts.


Johnson hat nicht die Geschichte des Pumuckl fortführen wollen, entschied das Gericht, deshalb sind die Urheberrechte von Kaut nicht tangiert. Im Rahmen ihrer Meinungsfreiheit darf Johnson auch sagen, dass dem Kobold eine Freundin zu gönnen sei. Im Übrigen ist es jedermann erlaubt, in seinem privaten Bereich den Pumuckl in den Hafen der Ehe zu führen.
Mittwoch, 16. Juni 2021
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