03.05.2007 11:24 |

Doping-Affäre

Gandler vier Stunden bei IOC-Hearing in Lausanne

Rund 24 Stunden nach ÖOC-Generalsekretär Heinz Jungwirth hat sich nun auch Markus Gandler, der Nordische ÖSV-Direktor für Langlauf und Biathlon, am Mittwoch in Lausanne einer Anhörung des Internationalen Olympischen Comites (IOC) gestellt. Beinahe vier Stunden präsentierte Gandler nach der lebenslangen IOC-Sperre von sechs ÖSV-Athleten für Olympia seine Sichtweise der Dinge.

"Ich habe ausführlich und chronologisch alles dargelegt", meinte Gandler. Er wurde noch einmal genau zu den Umständen in und um die Olympischen Spiele 2006 in Turin/Pragelato befragt. Die Stimmung vor der Disziplinarkommission, die insgesamt neun Personen umfasst hat, sei sachlich und freundlich gewesen.

Wenig Glauben habe ihm die Kommission geschenkt, als er versicherte, dass ihm zu keiner Zeit, zu er dort gewohnt habe, etwas aufgefallen sei, so Gandler. Auf wenig Resonanz stieß auch sein Vorschlag, dass sich sämtliche beschuldigte Athleten zu DNA-Proben bereit erklärt haben. "Ich meinte, dass das der beste Beweis wäre, aber das hat ihnen nicht getaugt", erklärte der frühere Spitzensportler.

Frustriert ist Gandler trotz der schon über ein Jahr andauernden Situation um seine Mannschaften nicht. "Ich bin es gewohnt, hart zu kämpfen. Ich habe in dieser Zeit sehr viel gelernt. Schlimm ist nur, dass die Familie Leid tragend ist, sie kommt zu kurz."

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