Der Norweger Jacobsen erhielt 417,7 Punkte für Sprünge auf 209 und 217 Meter. Dritter wurde der Österreicher Martin Koch, der nach dem ersten Durchgang noch geführt hatte. Sehr gut schlug sich auch Andreas Kofler, der hinter dem Norweger Roar Ljökelsöy Rang fünf belegte.
Koch verspricht für Sonntag vollen Angriff
"Natürlich ist es ein bisschen bitter, ich bin ja nur 2,2 Punkte hinten", sagte Koch nach dem insgesamt siebenten Podestplatz seiner Karriere, dem zweiten in dieser Saison nach Oslo. Der Kärntner, beim Fliegen am Freitag Fünfter, weiß auch, woran es gelegen hat. "Ich habe es wie gestern ein bisserl selbst aus der Hand gegeben, vom Schanzentisch war ich im zweiten Durchgang nicht ganz so gut." Optimistischer Nachsatz des Mannschafts-Olympiasiegers: „Morgen ist auch noch ein Tag.“
Für den Schlusstag verspach der Kärntner aber vollen Angriff: "Ich werde alles reinhauen und meine ganze Energie verpulvern. Wenn ich nicht mehr heimkomm’, ist mir das auch egal." Für Österreichs Adler bleibt es damit bei den bisher fünf Saisonsiegen von Gregor Schlierenzauer, der ja in Planica nicht dabei ist.
Österreich steht bereits als Sieger im Nationencup fest
Für Koch ist am Sonntag nach den Rängen 5 und 3 die Steigerung auf 1 mit Sicherheit möglich. Allerdings spielt sich der Zweikampf Malysz-Jacobsen auf höchstem Niveau ab. Malysz, nun achtfacher Saisonsieger und 37-facher Weltcupsieger, reicht am Sonntag selbst bei einem Sieg des Norwegers schon ein siebenter Platz zum vierten Titel, denn er führt 66 Zähler vor Jacobsen. Dafür ist Österreich der Nationencup mit 1.406 Zählern Vorsprung auf Norwegen nicht mehr zu nehmen.
Am Sonntag sind nur noch die Top 30 Weltcup-Wertung startberechtigt. Für Andreas Widhölzl, der am Samstag das Finale der Top 30 verpasste, ist dies als 30. gerade noch möglich. In Abwesenheit von Schlierenzauer, Mario Innauer und Martin Höllwarth sind fünf ÖSV-Adler am Start.
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