E-Smog
Die “Pest des 21. Jahrhunderts”?
"Keine Panik", vehement tritt DI Peter Tappler vom Österreichischen Institut für Baubiologie (IBO), das sich bereits seit Jahren intensiv mit allen Erscheinungsformen der elektromagnetischen Felder und möglichen Auswirkungen auf den Menschen befasst, übler Angstmacherei entgegen. Denn zuächst einmal gelte es, hier einige grundsätzliche Begriffe zu definieren und Bereiche zu trennen.
So gefährlich sind Fernseher, Computer und Co
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen "niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern" und "hochfrequenten elektromagnetischen Feldern".
Vereinfacht ausgedrückt entstehen niederfrequente elektrische Felder überall dort, wo es elektrische Spannung gibt, die bei einem Netzanschluss in Leitungen, Installationen und Geräten auftritt, auch wenn kein Strom fließt. Kommt es nun zu einem Stromfluss (Einschalten eines Gerätes), so entsteht ein niederfrequentes magnetisches Feld. Beispiele dafür sind Fernseher, Computer, Haushaltsgeräte und ähnliches.
Meist sind diese Felder aber so klein, dass man sie - laut IBO-Experten - beruhigt vernachlässigen kann.
Hochfrequente elektromagnetische Felder kommen durch Handys, Mobilfunk-Basisstationen, Schnurlostelefone, Rundfunksender, Radar und zahllose andere Funksysteme zustande. Im Unterschied zu niederfrequenten Feldern können sich hochfrequente Felder von der Quelle ablösen und als Energiestrahl im Raum ausbreiten (z.B. Rundfunkübertragung). Hochfrequente Strahlen durchdringen - wenn auch abgeschwächt - Mauern und andere Materialien.
Die "Pest des 21. Jahrhunderts"?
So wird E-Smog manchmal bezeichnet. Ob und welche gesundheitliche Gefährdung durch den E-Smog tatsächlich für den Menschen vorliegt, ist schwer einzuschätzen, da die bisher wissenschaftlich ermittelten Daten kein wirklich klares Bild ergeben. So wurden beim Menschen zahlreiche, teils Bedenken erregende Effekte nachgewiesen, ob diese letztlich allerdings zu einer relevanten Gesundheitsgefährdung führen, ist - laut IBO-Experten - noch unklar.
Dazu Tappler vom IBO: "Einerseits kann auch ungerechtfertigte Angst krank machen, die nachgewiesenen Effekte geben jedoch darüber hinaus zu der Befürchtung Anlass, dass durch im Haushalt auftretende Feldstärken gerade bei empfindlichen Menschen - Kinder, Jugendliche - gesundheitliche Beeinträchtigungen nicht völlig auszuschließen sind."







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