10.03.2007 18:22 |

Sture Gegner

Kosovo-Gespräche beendet

Der UNO-Sonderbeauftragte für den Kosovo, Martti Ahtisaari, hat die Verhandlungen über den künftigen Status des Kosovo für beendet erklärt. Es gebe keinen Willen Belgrads und Pristinas, von ihren Standpunkten abzurücken, sagte er nach dem Gipfeltreffen in Wien am Samstag. Weitere Gespräche würden hier nichts ändern. Er werde seinen endgültigen Lösungs-Vorschlag bis Ende des Monats fertig stellen.

Mit dem Treffen wurden die direkten Gespräche zwischen Belgrad und Pristina, die im Februar 2006 begannen und zu keiner Annäherung führten, abgeschlossen. Die höchsten Vertreter Belgrads und Kosovos debattierten über den Lösungsvorschlag des UNO-Sonderbeauftragten Ahtisaari. Auf serbischer Seite nahmen Präsident Boris Tadic, Premier Vojislav Kostunica und Außenminister Vuk Draskovic teil. Die kosovo-albanische Delegation wurde von Präsident Fatmir Sejdiu und Premier Agim Ceku angeführt.

Serbien: "Gänzlich unannehmbar"
Wie erwartet haben die Serben den Lösungsvorschlag des UNO-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari zur Zukunft des Kosovo abgelehnt. In seiner Rede erklärte der serbische Präsident Tadic am Samstag, der Vorschlag sei gänzlich unannehmbar, weil die Souveränität Serbiens über den Kosovo und Metohija nicht geachtet und die territoriale Integrität in Frage gestellt werde.

Kosovo nahm Vorschlag an
Pristina hingegen nahm das Ahtisaari-Dokument an und sprach von einem "positiven" Vorschlag. Er würde zum größten Teil den Wünschen Pristinas entsprechen, das auf eine Unabhängigkeit drängt, hieß es.