04.03.2007 16:10 |

Warnung

Lawinenreicher Tag in Tirol befürchtet

Den lawinenreichsten Tag des Winters in Tirol befürchtet der Lawinenwarndienst im Lagebericht für den Sonntag. Die Situation für Wintersportler sei "extrem heikel". Es gelte die allgemeine Lawinenwarnstufe vier der fünfteiligen Skala. Es sei mit vielen spontanen Abgängen zu rechnen, die besonders im Westen auch ein größeres Ausmaß erreichen können. In Vorarlberg endete ein Abgang glimpflich.

Im ungesicherten Skiraum sei extrem defensives Verhalten anzuraten. In einer Linie westlich des Wipptals musste auf Grund der zu erwartenden massiven Schwächung der Schneedecke durch die Sonneneinstrahlung oberhalb von etwa 2.000 Metern Stufe vier ausgegeben werden. Gefahrenstellen würden sich inzwischen in allen Hangrichtungen finden, weil der Sturm der vergangenen Tage überall zu Verfrachtungen geführt habe.

Es sei damit zu rechnen, dass in extrem steilen Bereichen anfangs auch kleine Schneerutsche abgehen, die in Folge zur Auslösung von Schneebrettern führen, hieß es im Bericht. Den Wintersportlern wurde dringend empfohlen, sich auf nicht zu steiles Gelände zu beschränken. Weiter im Osten seien die Gefahrenstellen nicht ganz so verbreitet. Vorsicht sei jedoch auch dort angebracht, vor allem in steilen Schattenhängen sowie in kammnahen Bereichen. Im südlichen Osttirol würden bei vorerst mäßiger Gefahr die günstigsten Verhältnisse vorherrschen.

Ohne Verschüttete ist Sonntagmittag der Abgang eines Schneebretts in Gargellen (Montafon) ausgegangen. Vier Snowboarder traten im freien Skiraum eine Lawine los, die über eine darunter liegende Piste niederging. Nach einer einstündigen Suchaktion konnte Entwarnung gegeben werden, so die Polizei Gaschurn.

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