Hartes Urteil

Todesurteil für Hobby- Stuntman in Saudi-Arabien

Ausland
20.02.2007 13:17
In Saudi-Arabien hat ein Todesurteil gegen einen rücksichtslosen Autofahrer für großes Erstaunen gesorgt. Wie die Zeitung "Arab News" am Dienstag berichtete, verurteilte ein Gericht in Dschidda einen Marineoffizier zum Tod durch das Schwert, weil bei einem gefährlichen Manöver mit seinem Auto drei Buben starben, die mit ihm im Wagen saßen.

Der Autofahrer hatte Buben versprochen, er werde ihnen den "Todes-Stunt" vorführen. Dann zog er bei Tempo 120 die Handbremse. Der Mann war nach Informationen der Zeitung bereits 66 Mal als Verkehrssünder aufgefallen und verwarnt worden.

Mehrere junge Männer, die selbst gerne auf der Straße Rennen fahren, zeigten sich erstaunt über die Entscheidung des Richters und sagten der Zeitung, das Urteil sei zu hart. In Saudi-Arabien wird die Todesstrafe nach islamischem Recht gegen Mörder, Vergewaltiger, Drogenschmuggler und nach bewaffneten Überfällen verhängt.

Am Montag waren in Riad vier Räuber aus Sri Lanka enthauptet worden, die bei ihren Überfällen nach Angaben des Gerichts mehrere Menschen verletzt, aber niemanden getötet hatten. Damit wurden in Saudi-Arabien seit Jahresbeginn bereits 15 Menschen hingerichtet. Im gesamten Vorjahr waren 38 Todesurteile vollstreckt worden.

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