Fastenzeit

Fasten wie im Kloster

Auf die ausgelassene Faschingszeit folgt die Verzicht verlangende Fastenzeit. Sie beginnt am Aschermittwoch (21. 2.), dauert 40 Tage bis Ostern und wird in den Klöstern seit Jahrhunderten gelebt. Nicht nur dort!

Dem Fasten, wenn meist auch nur einige Tage lang, verschreiben sich von Jahr zu Jahr zunehmend mehr Oberösterreicher. „Von der Hausfrau bis zum Generaldirektor“, weiß Elisabeth Rabeder, Betriebsleiterin des Kneippkurhauses der Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken. Dort kann man unter der Obhut der frommen Ordensschwestern nach der Klostermedizin spirituell fasten und kneippen. Ganz nach Belieben nach bewährten Traditionen. Mit Gemüsesuppen, Kräutertees, Kneippgüssen und Meditation. Auf den ein oder anderen Schluck Fastenbier, das im Stift Schlägl von Hand mit Kräutern wie Galgant, Ingwer und Zitronenmelisse gebraut wird, muss man dabei keineswegs verzichten. „Flüssiges bricht das Fasten nicht“, lächelt der Schlägler Stiftskämmerer Markus Rubasch. Die Prämonstratenser-Mönche laden zu zwei heilsamen Fastenwochen (Termin 18. und 25. März) ein.

„Der Fastengedanke wird leider häufig nicht voll verstanden. Fasten beschränkt sich nicht nur auf Diät und Abspecken. Fasten verlangt auch eine Entschleunigung der Alltags-Hektik, ein Halten von Einkehr mit dem Besinnen auf unsere Wurzeln zu Gott. Wer dies tut, der wird Körper, Geist und Seele wohltuend reinigen“, so die Botschaft des Schlägler Abtes Martin Felhofer.

In Bad Mühllacken wird übrigens im Einklang mit den vier Elementen Feuer, Erde, Wasser und Luft therapiert. Was Fasten nicht als Tortur, sondern als Genuss empfinden lässt…

Informationen: Kneippkurhaus der Marienschwestern vom Karmel in Bad Mühllacken,  0 72 33/72 15 und Seminarzentrum des Stiftes Schlägl  0 72 81/88 01-400.

 

 

 

Symbolfoto: Peter Tomschi

Donnerstag, 06. Mai 2021
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