09.02.2007 09:17 |

Minister lässt Haare

Buchinger für guten Zweck beim Friseur

Die Haarmähne und der "Schnauzer" von Sozialminister Buchinger sind seit Donnerstag - zumindest vorerst - Geschichte. Der Sozialminister hat sich gegen eine Spende für einen Wiener Obdachlosenverein in der Höhe von 12.500 Euro von seinem "alten Look" getrennt und damit ein in einem Internet-Chat abgegebenes Versprechen erfüllt.

Die Hauptsponsoren der Haarschneide-Aktion waren die "Thomas Levenitschnig Privatstiftung" und der LIF-Abgeordnete Zach. Geschnitten wurden Buchingers Haare vom Nobel-Friseur Michael Danler, der selbst auch einen Beitrag zur Spendensumme geleistet hat.

"Wenn ich das gewusst hätte ..."
"Wer ist dieser junge Mann, der mir da aus dem Spiegel entgegenlächelt?", meinte Buchinger als erste Reaktion auf seinen verlorenen Oberlippenbart. "Wenn ich das vorher gewusst hätte, dann wär' ich schon früher zum Friseur gegangen." Er habe eine sehr unruhige Nacht hinter sich, hatte er noch gemeint, bevor die ersten Strähnen zu Boden fielen. Allerdings will Buchinger seinen neuen Look nur "vorübergehend" behalten.

Wie küsst es sich jetzt?
Den Vorwurf so mancher Politikerkollegen, er solle sich doch mehr um seine Arbeit als um seine Haarpracht kümmern, wusste Buchinger zu entkräften: "Die anderen haben ja schon immer kurze Haare gehabt, damit haben sie schon früher viel mehr Zeit bei Friseuren verbracht, in der ich gearbeitet habe." Schließlich sei das ganze für einen guten Zweck. Mit der Unterstützung des Obdachlosenheimes "neunerHAUS" setze er sich für das Grundrecht jedes Menschen auf Wohnen ein. In Frankreich habe man bereits beschlossen, dieses Recht einklagbar zu machen, so der Minister.

Der Sozialminister zeigte sich jedenfalls zufrieden. Sorgen schienen ihm lediglich die praktischen Auswirkungen seines Bartverlustes zu machen: "Ich hätte eine Dame küssen sollen, um zu sehen, ob da ein Unterschied ist".

Freitag, 18. Juni 2021
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