Wohnfeeling
Wohne nicht, lebe in deiner Wohnung!
Wer in seinem Leben 43 Mal den Lebens-Raum gewechselt hat, kennt nicht nur den effizientesten Weg, Umzugskartons zu packen, sondern hatte auch reichlich Gelegenheit, viele Wohnideen in ebenso vielen Raumumgebungen auszuprobieren. Frei nach dem Motto "Mein Zuhause ist immer in mir - Veränderung bedeutet Neu-Entdeckung".
Basierend auf diesen eigenen Erfahrungen entwickelte Renate Längauer vor sechs Jahren die Methode "Wohncoaching". Kernstück dabei ist eine Wohnprofil-Analyse, die laut Zukunftsforscher Matthias Horx dem Megatrend der nächsten Jahre entspricht: "Selfness", der Kombination aus "Wohlfühlen + Selbstfindung".
Deine Persönlichkeit bewohnt den Raum
Die große Nachfrage aus allen Schichten und eine regelmäßige Beratung in "Willkommen Österreich" mit enormer Resonanz bestätigen das Konzept "Wohncoaching". Im Mittelpunkt der Beratung steht dabei immer der Mensch.
Das Hauptproblem beim Wohnen, so weiß Längauer aus ihren Erfahrungen, ist, dass vielen Menschen einfach die räumliche Vorstellungskraft fehlt. Aufgrund dieser Unsicherheit scheut man räumliche Veränderungen, da die präsentierte Raumoptik den unklaren Fantasien vom "schönen" Wohnen selten standhält. Das macht es auch den Professionisten - etwa Einrichtungsberatern - nicht leicht, die Wunschvorstellungen ihrer Kunden zu befriedigen. Aber bloß mit einer Umgebungsänderung ist es selten getan. Wohnen, so Expertin Längauer, ist viel, viel mehr. Wohnen, das ist schlafen, duschen, kochen, essen, kuscheln, träumen, kommunzieren, lesen, musizieren, Radio hören, erwachsen werden, alt werden, zu zweit sein, allein sein, Frieden finden, Mensch sein - einfach daheim sein. Und zwar unabhängig von der Raumgröße. Eines stellt Längauer aber immer wieder fest: Man spürt ganz einfach, ob ein Mensch mit seinem Wohnumfeld eine positive Einheit bildet.
Beratung annehmen
Mit unklaren Vorstellungen haben auch die gut geschulten Einrichtungsberater gehobener Wohnhäuser zu kämpfen. Und das ist in der Praxis oft häufiger das Problem als das zur Verfügung stehende Budget. Wobei das Problem nicht nur aus den unklaren Vorstellungen selbst resultiert - dafür gibt es ja die Berater! -, sondern vor allem aus der Tatsache, dass die Möbelstücksuchenden sich gar nicht so selten schlicht und einfach dagegen sperren, diese geschulte Hilfestellung auch anzunehmen.
Mit dieser Tatsache hat auch Eva Dworak, Geschäftsführerin des gehobenen Möbelhauses "Odo Dworak" zu kämpfen. So ortet sie im Alltag häufig eine gewisse Scheu, wirklich offen über persönliche Wohn-Vorlieben, Bedürfnisse, Lebensumstände und Alltagsabläufe zu sprechen. Dieses offene Gespräch ist aber der erste Schritt, um gemeinsam zu entdecken, wie die ideale Wohnumgebung aussehen sollte. Erst dann kann zur konkreten Planung und in weiterer Folge zur Auswahl von Möbelstücken übergegangen werden.
Alles nur eine Frage des Geldes?
Auch das ist heute, laut Eva Dworak, bei weitem nicht mehr der Fall. Mit Hilfe von fachkundiger Beratung, die im übrigen unverbindlich und kostenlos ist, kann ein pfiffiger Mix aus einem etwas teureren Stück und preiswerten Schnäppchen entstehen. Denn für Design-Möbel-Spezialistin Dworak geht es beim Wohnen in erster Linie nicht darum, "teuer" einzurichten, sondern die richtige Planung vorzunehmen. Ein Tipp: Auch Designer-Möbelhäuser haben Abverkauf. Und mit etwas Glück finden sich auch Traumstücke zu deutlich reduzierten Preisen.







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