Delay auf 2013?

Mühlviertler S 10 droht Halbierung

Mit der neuen Bundesregierung droht die Zeit der Kompromisse bei großen Straßenbauprojekten auch in Oberösterreich. VP-Landesrat Franz Hiesl spreizt sich zwar in Sachen Mühlvierlter S 10 gegen Umplanungen aus Spargründen, kann sich aber eine „Halbierung“ des Projektes vorstellen, also einen später angehängten Nordabschnitt.

Hiesl macht dem neuen Infrastrukturminister Werner Faymann klar, dass er Projekte nicht umreihen dürfe: „Wir haben für die S 10 eine fixe Zusage auf Baubeginn im ersten Halbjahr 2009“, erinnert VP-Politiker Hiesl den SP-Minister. Er macht auch klar, sich gegen Umplanungen zu sträuben - die wohl notwendig würden, um Faymanns Ansage von 10 Prozent Ersparnis bei den Straßenbau-Großprojekten zu erreichen. „Das würde nur die S 10 aus dem Zeitplan werfen“, mahnt Hiesl.

Sollte aber aus finanziellen Gründen ein Kompromiss nötig sein, dann dieser: „Wenn man die Idee verfolgt, den Nordabschnitt erst später zu bauen, dann werden wir wohl damit leben können“, meint Hiesl. Das hieße: Der 22,5 Kilometer lange Südabschnitt, inklusive Umfahrung von Freistadt, „wo die Situation unerträglich ist“ (Hiesl), würde 2009 begonnen. Die Etappe von Freistadt-Nord bis Wullowitz, mit ihren 14,5 Kilometern, würde dann erst 2013/2014 gebaut. Fix ist diese „Halbierung“ noch nicht - aber sie droht sehr konkret.

 

 

 

Foto: Chris Koller

Donnerstag, 17. Juni 2021
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